Frühling im Schweriner Zoo : Der Nachwuchs von Mr. Big

Gerade erst ein paar Wochen alt sind die kleinen Mähnenspringer. Insgesamt sechs Jungtiere wurden in diesem Frühjahr im Schweriner Zoo geboren.
Gerade erst ein paar Wochen alt sind die kleinen Mähnenspringer. Insgesamt sechs Jungtiere wurden in diesem Frühjahr im Schweriner Zoo geboren.

Thema der Woche: Tierkinder im Zoo – heute: Die jungen Mähnenspringer lernen schnell zu klettern

von
26. April 2017, 23:14 Uhr

Es sieht ein bisschen so aus, als würden Mr. Big und seine Artgenossen Kaugummi kauen. In Wirklichkeit ist es aber Heu, das sich die Wiederkäuer in ihrem steinigen Gehege im Schweriner Zoo schmecken lassen. Nichts einzuwenden haben die Mähnenspringer aber auch gegen ein paar Pellets, gepresstes Gras mit Getreide, Vitaminen und Mineralstoffen. „Wir füttern die Pellets als Leckerli“, sagt Sabrina Höft, wissenschaftliche Assistentin im Tierpark.

Mr. Big ist der Chef im Gehege, der oberste Bock, der mit seinen großen Hörnern und seinem lässigen Auftreten gerne die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht. Die Stars sind aber augenblicklich die kleinen Mähnenspringer, die Jungtiere, gerade erst ein paar Wochen alt. „Bei den Mähnenspringern gibt es in diesem Frühjahr insgesamt sechs Junge, darunter ein Zwillingspärchen“, berichtet Sabrina Höft. Vater sei jeweils Mr. Big – mutmaßlich jedenfalls.

Die jungen Mähnenspringer knappern zwar auch schon gern am Heu, werden in den ersten sechs Monaten aber noch gesäugt. Die Kleinen lernen schnell zu klettern. Insgesamt 30 Tiere umfasst die Gruppe im Schweriner Zoo.

Mähnenspringer, die von ihrer Gestalt her an Ziegen oder Schafe erinnern und zur Familie der Paarhufer gehören, sind im nördlichen Afrika beheimatet, leben in Wüsten und felsigen Regionen – hervorragend angepasst an die extreme Trockenheit. Durch die Folgen des Klimawandels und die verstärkte Bejagung sind die Beständen in Afrika stark zurückgegangen. Die Mähnenspringer gelten deshalb als „gefährdet“.

Mr. Big zum Beispiel reiste aber nicht ganz aus Afrika an. Es kam einst aus dem bulgarischen Sofia in den Schweriner Zoo.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen