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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 09:17 Uhr

Schweriner Stadtgeschichte : Der jüngste Stadtteil

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eingemeindungen in die Landeshauptstadt: Wüstmark gehört seit 1970 zu Schwerin

svz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Die Landeshauptstadt hat 24 Stadtteile, doch nur wenige gehören seit der Gründung Schwerins mit der Verleihung der Stadtrechte 1160 zum Stadtgebiet. Viele der Viertel wurden erst nach und nach eingemeindet, so wie Wüstmark am 1. Januar 1970, der jüngste Stadtteil Schwerins.

Dörflich und bäuerlich – so lässt sich das Leben nach dem Zweiten Weltkrieg in Wüstmark, südlich von Schwerin gelegen, am besten beschreiben. Bauernhöfe dominierten das Dorfbild, Landwirtschaft hatte eine lange Tradition seit der ersten Erwähnung 1356.

Das sollte sich 1966 ändern, als das Kraftfuttermischwerk, auch „Riese von Wüstmark“ genannt, gebaut wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. Juni 1966, vier Jahre dauerte die Errichtung des Silos. Mit ihm änderte sich die Geschichte Wüstmarks: aus dem beschaulichen, landwirtschaftlich geprägten Dorf wurde ein Industriegebiet. Und die Stadt hatte endlich einen Grund, Wüstmark einzugemeinden. Denn neben dem ehemaligen Dorf sollte ein großes Industriegebiet entstehen. Und für die neuen Fabriken wurde Platz benötigt. Daher entschieden der Kreistag des Landkreises und die Stadtverordnetenversammlung, dass am 1. Januar 1970 aus dem Dorf Wüstmark der jüngste Stadtteil Schwerins werden wurde.

Doch die Unruhen gingen weiter, denn der neue Stadtteil erhielt 1972 den Namen Schwerin-Süd – zum Protest der alten Dorfbewohner. Erst eine Umfrage des Ortsausschusses ließ die Stadtverwaltung weich werden und der Name Wüstmark blieb bestehen.

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