Schlossfestspiele : Der Großherzog hielt wieder Hof

Empfang am Hauptbahnhof: Schlossvereinschef Mathias Schott schlüpfte erneut in die Rolle von Großherzog Friedrich Franz II.  Fotos: Reinhard Klawitter (5)
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Empfang am Hauptbahnhof: Schlossvereinschef Mathias Schott schlüpfte erneut in die Rolle von Großherzog Friedrich Franz II.

Schlossfest lockte tausende Besucher nach Schwerin. Volle Ränge bei der öffentlichen Probe für Oper „La Traviata“

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21. Juni 2015, 21:00 Uhr

Morgens hatte es noch geregnet, aber pünktlich zum Festumzug strahlte die Sonne. Farbenprächtig und elegant, in Uniformen und anderen historischen Gewändern, zogen Großherzog Friedrich Franz II. alias Schlossvereinschef Mathias Schott, und sein Gefolge am Sonnabend vom Hauptbahnhof zum Schloss – und Hunderte standen Spalier, darunter auch Marita Grönke und Monika Dörre. „Einfach herrlich“, schwärmten die beiden Frauen, die das Spektakel mit 150 Teilnehmern sichtlich genossen.

Der Umzug war freilich nur der Aufgalopp für das Schlossfest, das einmal mehr die Besucher zum Schweriner Wahrzeichen lockte und sie mitnahm auf eine Reise ins 19. Jahrhundert. Audienzen des Großherzogs, Vorführungen höfischer Tänze, eine historische Modenschau und vieles mehr wurde den Gästen geboten. Manche Besucher schlüpften dabei selbst in die Rolle von Darstellern, wie die Aktiven vom Verein „Der Kaiser kommt“ aus Bad Bevensen. „Beim Schweriner Schlossfest mitzumachen, ist für uns eine Ehrensache“, erklärte Lothar Lüders in der schmucken Uniform eines Polizeiwachtmeisters von anno dazumal. Rund um die Siegessäule lud wieder ein Kunsthandwerkermarkt ein, offerierte zum Beispiel Birgit Jessen aus Hamburg ihre Tiffany-Glaskunst und Holzartikel. Im Burggarten gab es Weinproben, Fechtvorführungen und Ehrensalut-Schüsse von Grabower und anderen Kanonieren. Varieté, Gesang und Kleinkunst, etwa mit den „Artistokraten“ aus Berlin, erfreuten die Besucher im Schlossgarten.

Besonderer Leckerbissen in diesem Jahr: Auf dem Alten Garten konnten die Gäste des Schlossfestes eine öffentliche Probe für die Schlossfestspiel-Oper „La Traviata“ miterleben. „Diese Gelegenheit lasse ich mir nicht entgehen“, sagte Heike Paßlack aus Berlin. Gespannt verfolgte sie mit den anderen Zuschauern auf den vollen Rängen die Regieanweisungen von Georg Rootering beim Finale des zweiten Aktes.

Nächtliche Highlights ware schließlich die „Son et Lumière“-Vorführungen, bei denen das Schloss illuminiert wurde. Kein Wunder, dass Stadtmarketing-Chefin Martina Müller gestern eine durchweg positive Bilanz zog: „Das war wirklich ein wunderbares Fest.

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