Schlossfestspiele Schwerin : „Der Elefant ist kein Sicherheitsrisiko“

Keine Berührungsängste: Theaterintendant Joachim Kümmritz bei den Dickhäutern auf dem Elefantenhof Platschow mit Elefantenkuh Mala
Keine Berührungsängste: Theaterintendant Joachim Kümmritz bei den Dickhäutern auf dem Elefantenhof Platschow mit Elefantenkuh Mala

Theaterchef sieht Auftritt des Dickhäuters Mala bei „Aida“ positiv, Tierschützer dagegen

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03. Juni 2016, 21:00 Uhr

Mehrere Tier- und Artenschutzverbände unter Federführung der Tierschutzorganisation Peta haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an die Fraktionen der Schweriner Stadtvertretung gewandt mit dem „dringenden Ersuchen“, den Auftritt des Elefanten bei den Schlossfestspielen zu untersagen. Wie Peter Höffken, Senior Fachreferent Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta, erläutert, gäbe es mehrere Gründe, die gegen den Einsatz sprechen: der Stress und die Belastung der Gelenke durch den Transport, der schmerzhafte Einsatz des so genannten Elefantenhakens zur Lenkung des Tieres und das hohe Sicherheitsrisiko für die Besucher. So seien zwischen 2009 und 2013 insgesamt 23 Ausbrüche von Elefanten aus deutschen Zirkussen bekannt.

Angesichts dieser Argumentation haben sich Theaterintendant Joachim Kümmritz und Elefantenhalter Sonni Frankello vom Elefantenhof in Platschow jetzt nochmals zusammengesetzt, um über alle in Betracht kommenden Aspekte zu beraten (SVZ berichtete). Es war ein Gespräch auf Augenhöhe, so Sonni Frankello. Entschieden wehrt er sich gegen Petas Unterstellungen von tierquälerischen Dressuren und betont „Für mich haben die Gesundheit und die Sicherheit meiner Tiere Vorrang.“

Die werde gewährleistet, versicherte Kümmritz. Er habe mit Polizei, Stadtverwaltung und Sicherheitsdienst sehr kooperative Gespräche geführt und zusätzliche Maßnahmen vereinbart, damit der Auftritt der Elefantendame Mala bei den Schlossfestspielen auf dem Alten Garten ohne Risiko für Mensch und Tier ablaufen werde. Dies sei mit Sonni Frankello bis ins letzte Detail durchgesprochen worden, der „Elefantenvater“ werde bei jedem Auftritt dabei sein. „Wir sind uns einig: Malas Auftritt bei Aida bringt keine Gefahr, sondern wird der krönende Höhepunkt einer wunderbaren Oper“, betont Kümmritz.

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