Süßes aus Drispeth : Der Duft von frischen Erdbeeren

Schön verziert und nett beschriftet: So lässt sich die mit Liebe selbst gekochte Marmelade verschenken oder ist ein Hingucker auf dem Frühstückstisch.
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Schön verziert und nett beschriftet: So lässt sich die mit Liebe selbst gekochte Marmelade verschenken oder ist ein Hingucker auf dem Frühstückstisch.

In der Küche von Karin Hoppe werden in diesen Wochen viele süße Leckereien gezaubert – kleine rote Früchtchen machen den Anfang

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21. Juni 2016, 12:00 Uhr

Ein süßer Duft von frischen Erdbeeren zieht durch das Haus. Karin Hoppe ist in ihrem Element. „Endlich habe ich mehr Zeit, um Marmelade zu kochen und andere schöne Sachen zu zaubern“, erklärt die Drispetherin. Aus dem Arbeitsleben hat sie sich jüngst verabschiedet. Und davon profitiert nicht nur die 63-Jährige. Die ganze Familie wird von ihr mit süßen und auch herzhaften Gaumenfreuden versorgt.

Jetzt sind es jedoch die kleinen roten Früchtchen, die zunächst aus dem heimischen Garten in der Küche, dann im Topf und am Ende im Glas landen. „Erdbeermarmelade ist die erste, die hier gekocht wird. Und am Ende der Erdbeersaison kommen dann auch mal andere Früchte mit rein“, erzählt Karin Hoppe. Der Pürierstab bleibt aber im Schrank. „Ich mag es ganz gern, wenn noch Früchte zu erkennen sind. Das ist doch das Schöne an der selbst gekochten Marmelade“, erklärt sie und schüttet den Zucker in den Topf zu den geputzten Erdbeeren. Weil die in diesem Jahr besonders gut gedeihen und einige riesig sind, werden sie geschnitten – einmal, zweimal. Aber eben nicht alle. Beim Zucker greift Karin Hoppe immer zu Gelierzucker im Mischverhältnis zwei zu eins. „Das ist nicht ganz so süß“, sagt sie und lässt das Gemisch aus Erdbeeren und Zucker drei Minuten kochen. Nebenbei erzählt sie von kleinen Experimenten mit Zutaten wie Amaretto und Ingwer. Letztes landet auch schon mal in der Rhabarbermarmelade aus eigener Herstellung. „Allzu experimentierfreudig ist die Familie aber nicht. Marmeladen mit Kräutern oder ungewöhnliche Kombinationen brauche ich gar nicht erst machen“, weiß sie aus Erfahrung. Und so bleibt es bei traditionellen süßen Brotaufstrichen mit Himbeeren, schwarzen und roten Johannisbeeren, Stachelbeeren, Äpfeln und neuerdings auch Quitten. „Da habe ich im vergangenen Jahr ein ganz tolles Gelee gemacht“, erzählt sie. Übrig ist davon nichts mehr. Auch Erdbeer- und Himbeermarmelade seien im Speisekammerregal „ruck, zuck“ vergriffen.

Gekaufte Marmelade oder Gelee gibt es im Hause Hoppe so gut wie nicht. „Eine Ausnahme ist die bittere Englische Orangenmarmelade. Die mag ich persönlich sehr gern aufs Frühstücksbrötchen“, gesteht die Drispetherin. Die auch noch selbst kochen? „Nein. Die kann man ruhig kaufen“, fügt sie hinzu und füllt die ersten heißen Erdbeeren in die Schraubgläser. „Ganz saubere Sache, diese Twist-off-Gläser.“ Oft werden sie recycelt. Manche scheinen auf den ersten Blick etwas winzig für Marmeladengläser. Doch Karin Hoppe entgegnet: „Die werden auch befüllt und sind super für ein kleines Gastgeschenk oder Mitbringsel.“ Und auch in der Gruppe der Volkssolidarität in Zickhusen, wo Karin Hoppe Mitglied ist, werden gelegentlich Kostproben ausgetauscht. Ebenso Rezepte.

Eines hütet Karin Hoppe schon ganz lange. „Das ist für Likör aus Sauerkirschen von meiner Großmutter. Ist aber immer noch aktuell“, sagt sie und erzählt von selbst gemachtem Schlehenlikör. Die Natur habe so viel schöne Sachen, man müsse sie nur zu nutzen wissen.

Und besser als Produkte aus der Fabrik schmecke es auch: „Ich kann mich noch genau dran erinnern, wie es bei meiner Großmutter geschmeckt hat. Heute hört sie dieses Lob von ihren Enkeln: „Oma, deine Marmelade schmeckt am besten und nur hier so gut.“

In der Zwischenzeit sind die Gläser befüllt, auf den Kopf und wieder zurück gedreht. „Jetzt müssen sie abkühlen und werden mit Etiketten versehen“, sagt Karin Hoppe. Die Erdbeermarmelade ist fertig und nun ist es Zeit für „einen schönen Kaffee…“


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