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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 17:17 Uhr

Blumenpracht : Der Burggarten blüht auf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schlossgärtner Ralph Schmalz pflegt 250 Kübelpflanzen und bereitet jetzt den Sommerflor für Beete und Rabatten vor

von
erstellt am 24.Mai.2015 | 09:00 Uhr

Wer zu Pfingsten den Burggarten besucht, wird staunen: Es grünt und blüht in allen Farben. Riesige, mehr als 20 Zentimeter große Blüten der veredelten Strauchpfingstrosen leuchten in herrlichen Pastelltönen, gelbe Stiefmütterchen und himmelblaue Vergißmeinicht bilden hübsche Kontraste und die ersten Rosenknospen brechen auf.

Besonders stolz ist Schlossgärtner Ralph Schmalz jedoch auf den Orangeriegarten. Dort steht die Mehrheit seiner 250 Kübelpflanzen und verbreitet mediterranes Flair. „Zum ersten Mal haben auch unsere Pomeranzen Früchte angesetzt“, berichtet er glücklich. Denn die schon seit Jahrhunderten in den Orangerien der Fürstenhäuser in Norddeutschland gepflegten Orangen-Bäumchen seien das Aushängeschild einer jeden Orangerie. Vervollständigt wird der mediterrane Bereich mit Zitronenstämmchen, kleinen, üppig Früchte tragenden Orangenbäumen, einem kleinen Zitrusbusch, Granatapfelbäumchen, echtem Lorbeer, hochstämmigen Fuchsien und Geranien. „Mein Liebling aber ist dieser Hibiskus“, sagt Schlossgärtner Schmalz. „Der hat sich selbst versamt und ich habe in fünf Jahren aus dem Sämling diesen hübschen Stamm herangezogen.“

Arbeit hat er aber auch mit den anderen Kübelpflanzen: Die Daturas müssen zurückgeschnitten und ausgelichtet, bei den Strelizien die alten Blätter entfernt werden. Die aus ihren Töpfen quellenden Cannaes müssen geteilt und umgetopft, die Zimmertannen stets gut gedüngt werden. Dank seines „grünen Daumens“ hat Schmalz kaum Abgänge, kann oft sogar Pflanzen abgeben. „Wir arbeiten im Arbeitskreis Orangerien bundesweit zusammen und helfen uns gegenseitig. Wir haben gerade eine ganze Palette von Kübelpflanzen, die uns zu groß waren, nach Thüringen abgegeben“, erzählt Schmalz. Über interessante Neuzugänge von Schwerinern, die Orangeriepflanzen abzugeben hätten, würde er sich immer freuen, sagt der Gärtner.

Eine Bitte will er aber unbedingt an die Besucher des Burggartens richten: sie mögen ihre Hunde an der Leine führen. Denn ihn ärgere sehr, wenn er beim Gärtner in den Rabatten auf deren Hinterlassenschaften stoße.

 

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