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Wittenburger Straße Schwerin : Der Brückenneubau kann beginnen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fünf Firmen haben sich um den Neubau der Eisenbahnbrücke in der Wittenburger Straße beworben – Baubeginn ist der 10. März

von
erstellt am 11.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass die Brücke in der Wittenburger Straße bis zum Jahresende fertig gestellt werden kann. Auf die Ausschreibung haben sich fünf Unternehmen gemeldet, die die Arbeiten erledigen wollen.

Bis vorgestern Abend lag der Stadt noch kein einziges Angebot vor. Dabei war gestern um 9.59 Uhr der letzte Abgabetermin. „Kurz vorher kamen dann aber im Minutentakt die Unterlagen rein“, sagte der Chef des Amtes für Verkehrsanlagen, Bernd Smerdka. „Offenbar haben die Firmen bis zur letzten Minute gerechnet, ob sie das Vorhaben in der vorgegebenen kurzen Zeit schaffen.“

Von den fünf Bewerbern kommen die meisten aus der Region. „Das sind gute Firmen, die wir kennen“, so Smerdka. „Auch die Preise sind annehmbar, so dass wir mit unserem Limit hinkommen werden.“ Rund vier Millionen Euro soll das neue Bauwerk kosten, 3,5 Millionen davon sind Fördermittel der Europäischen Union.

Die fünf Angebote werden von der Stadt jetzt geprüft. Der Zuschlag soll kurzfristig erfolgen, weil die Zeit drängt. Denn bis zum Jahresende müssen die Fördermittel abgerechnet sein. Das bedeutet, dass etwa Mitte Dezember die Arbeiten abgeschlossen sein müssen, damit die Schlussrechnungen noch rechtzeitig vorliegen.

Der genaue Termin für den Baubeginn steht jetzt auch fest: Am 10. März soll es losgehen. Allerdings darf kein „richtiger“ Winter mehr kommen.

Der enorme Zeitdruck war entstanden, weil das Land der Stadt angeboten hatte, Restmittel aus dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld muss nach den Regeln der EU aber eben bis zum Jahresende abgerechnet werden. Der gesamt Bauablaufplan musste deshalb überarbeitet werden. Denn üblicherweise wird eine solche Brücke in knapp der doppelten Zeit gebaut. Dazu kommt: Mit der Deutschen Bahn waren Sperrzeiten für die unter der Brücke durchfahrenden Züge abzustimmen.

Einen Brückenstreit gab es zwischen der Stadtverwaltung und Bürgern, weil während der Bauzeit eine Querung der Bahngleise auch für Fußgänger und Radfahrer nicht möglich sein wird. Anlieger überreichten Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow eine Liste mit 1  300 Unterschriften, mit der sie eine Behelfsbrücke forderten. Die aber lehnte die Stadt ab und berief sich dabei auf ein externes Gutachten. Danach wären Zusatzkosten von rund 200 000 Euro entstanden. Außerdem wäre der enge Zeitplan nicht einzuhalten gewesen.

Um die Brücke in der Wittenburger fristgemäß fertig zu stellen, darf nun nichts Außergewöhnliches mehr passieren, hieß es aus dem Amt für Verkehrsanlagen. Es dürfen keine unbekannten Leitungen, Fundamente oder ähnliches auftauchen und vor allem: Es muss gutes Bauwetter bis zum Jahresende herrschen.

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