Weihnachtsmarkt in Plate : Der Bart ist falsch, das Herz ist echt

Im traditionellen Weihnachtsmannkostüm sorgt Detlef Hagen am Sonntag wieder für gute Laune.
Im traditionellen Weihnachtsmannkostüm sorgt Detlef Hagen am Sonntag wieder für gute Laune.

Detlef Hagen haucht der Weihnachtsmann-Geschichte Leben ein

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01. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Für seine erste Begegnung mit einem Weihnachtsmann hat Detlef Hagen nur ein Wort übrig: grausam. Das ist nun knapp 50 Jahre her. Aber er hat schon seit vielen Jahren seinen Frieden mit dieser Figur gemacht, wenn nicht sogar sein Herz für den Weihnachtsmann erwärmt. „Ich war damals wirklich sehr klein. Mein Vater hatte eine Weihnachtsmann-Larve von außen ans Küchenfenster gehängt. Ich fand den Weihnachtsmann gruselig“, erzählt Detlef Hagen. Das wollte er anderen Kindern ersparen und beschloss: „Ich bin der liebe Weihnachtsmann.“ Seit mehr als zehn Jahren schlüpft er in der Adventszeit bis zu 15 Mal ins Kostüm des Rauschebarts. Auch am kommenden Wochenende ist er wieder zu erleben. Denn der Filmproduzent und Unternehmer für Veranstaltungstechnik kümmert sich nicht nur um Licht und Ton beim Plater Weihnachtsmarkt. „Ich bin auch wieder der Weihnachtsmann“, verrät der 53-Jährige und streicht sich durch den langen weißen Bart. Echt ist der nicht, aber umso mehr die Liebe für sein Ehrenamt. „Wenn ich in meinem Kostüm schlüpfe, dann bin ich auch wirklich der Weihnachtsmann“, sagt der Wahl-Plater, der vor einigen Jahren aus der Nachbargemeinde Banzkow in den Ort zog.

Dass es Tage gibt, an denen er auch dutzende Male das gleiche Weihnachtslied hört, stört Detlef Hagen nicht wirklich. „Wenn ich mir sicher bin, dass das Kind auch noch ein anderes Lied oder Gedicht kann, frag ich auch danach.“ In 99 Prozent der Fälle klappt das. Besonders kreativ seien die Kinder in seiner neuen Heimatgemeinde. „Ich bin wirklich immer aufs Neue überrascht, wie ideenreich die Kinder hier in Plate sind.“

Aber eben nicht nur bei Weihnachtsmärkten oder Firmenfeiern gibt Detlef Hagen den Weihnachtsmann. Auch am Heiligabend selbst haucht er bei einigen Familien der Geschichte vom Mann im roten Mantel, der die Geschenke bringt, Leben ein. „Von 14 bis 20 Uhr bin ich dann unterwegs. Dann ist der Tag auch wirklich gelaufen“, sagt er und lacht. Traurig, dass vom eigenen Weihnachtsfest gerade am 24. Dezember nicht viel übrig bleibt, ist er nicht. „Das ist so wunderbar, wenn ich in Gesichter von glücklichen Kindern schauen kann, die sich über den Weihnachtsmann freuen – dann ist das schon fast das schönste Weihnachtsgeschenk“, versichert Detlef Hagen. Und auch bei den Erwachsenen erlebe er jedes Mal eine Wandlung, wenn der Rauschebart in der guten Stube steht. „Das ist wirklich faszinierend, was so ein Kostüm auslösen kann“, erklärt er und ergänzt: „Wichtig ist, dass es ein lieber Weihnachtsmann ist.“ Ob ihm das auch in diesem Jahr gelingt, davon können sich die Besucher des Plater Adventsmarktes am Sonntag überzeugen. Ab 16.30 Uhr ist er da und hat auch kleine Geschenke im Gepäck und tauscht sie gegen schöne Lieder oder Gedichte.

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