Schweriner Polit-Talk : Der andere Blick auf Russland

Rund 300 Leute lauschten Gabriele Krone Schmalz.
Rund 300 Leute lauschten Gabriele Krone Schmalz.

Gabriele Krone Schmalz stellte ihr neues Buch „Eiszeit“ in Schwerin vor und beantwortete viele Fragen

von
11. April 2018, 16:00 Uhr

„Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist“, so hat die Journalistin Gabriele Krone Schmalz ihr neues Buch betitelt. Die erste öffentliche Lesung daraus gab es in Schwerin. Fast 300 Interessierte waren ins Neustädtische Palais gekommen, um die Russland-Kennerin in der Dialog-Reihe der Volkshochschule live zu erleben.

„Ich bin sehr besorgt über die derzeitige Verschlechterung der Beziehungen zu Russland“, sagte die langjährige Moskau-Korrespondentin. Sehr gefährlich sei, wenn Vorurteile politikbestimmend würden, wenn mit zweierlei Maß gemessen und statt auf Dialog, auf Klischees gesetzt werde. Deshalb freue sie sich auf Veranstaltungen wie diese in Schwerin, wenn Menschen sich ernsthaft informieren wollten.

Krone Schmalz regte das Publikum zum Mitdenken an und animierte die Zuhörerschaft, sich und anderen bei der Bewertung von Informationen zu Russland Fragen zu stellen. Etwa: „Wem nutzt es?“ „Welche Belege gibt es?“ Ein Blick in die Historie sei dabei immer hilfreich.

„Mit Sorge sehe ich, dass das Bewusstsein für die Zerbrechlichkeit des Friedens sinkt“, sagte Krone Schmalz. Die Generation, die den Kalten Krieg mit den Gefahren des atomaren Infernos noch kennt, verschwinde langsam aus der Politik. Eine neue Friedensbewegung fände sie schon gut, sagte die Journalistin. Sie beantwortete viele Fragen aus dem Auditorium und signierte Bücher.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen