Vorsicht Abzocke : Den Verlockungen widerstehen

Die Sprecherinder Schweriner Verbraucherzentrale, Cornelia Nagel, appelliert vor allem an ältere Bürger, bei Ausflugsangeboten mit Gewinnversprechen vorsichtig zu sein.
Die Sprecherinder Schweriner Verbraucherzentrale, Cornelia Nagel, appelliert vor allem an ältere Bürger, bei Ausflugsangeboten mit Gewinnversprechen vorsichtig zu sein.

Schweriner Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke bei „Kaffeefahrten“ – Firmen werben mit Top-Gastronomie und Gewinnen

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19. Januar 2016, 12:00 Uhr

Es klingt verlockend: Gewinnfeier in einem „erstklassigen Gasthaus“, „ausgiebiges Frühstück mit allem Drum und Dran“, „Mittagsmenü der Spitzenklasse“, persönliches „Delikatessen- und Schlemmerpaket“. „Freuen Sie sich auf Ihren ,Hauptgewinn‘. Herzlichen Glückwunsch!“, heißt es in der Einladung, die einem Schweriner jetzt ins Haus flatterte. „Machen Sie sich auf eine wunderschöne Überraschung gefasst.“ Wohl zu schön, um wahr zu sein. Deshalb ließ sich der vermeintliche Glückspilz auch gar nicht erst auf die Offerte ein.

„Richtig gemacht“, sagt die Sprecherin der Schweriner Verbraucherzentrale, Cornelia Nagel. Schon dass das Einladungsschreiben weder den Namen des Veranstalters der mutmaßlichen „Kaffeefahrt“ noch seine Adresse enthalte, sei ausgesprochen verdächtig. „Ein Kunde, der zum Beispiel von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen möchte, hat im konkreten Fall nichts in der Hand“, so Nagel.

Mit großer Wahrscheinlichkeit handele es sich bei dem angepriesenen Ausflug um eine Verkaufsveranstaltung, bei der Artikel wie Betten oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten würden – oft genug zu überhöhten Preisen, erklärt die Sprecherin der Verbraucherzentrale. Immer wieder warne die Zentrale vor solchen Veranstaltungen. „Trotzdem gibt es weiterhin Bürger, die auf die wohlklingenden Einladungen hereinfallen“, berichtet Nagel. Jeden Monat ließen sich Betroffene in der Verbraucherzentrale in der Dr.-Külz-Straße beraten.

Grundsätzlicher Rat der Verbraucherschützerin: Wer sich auf eine Kaffeefahrt mit Verkauf eingelassen habe, sollte die erstandenen Produkte zumindest nicht gleich vor Ort bezahlen. „Sich eine Rechnung zuschicken zu lassen, ist im Zweifelsfall sicherer“, so Nagel. Wer sein Widerrufsrecht nutze, sollte es ausdrücklich kundtun – am besten in einem eingeschriebenen Brief. „Nur die Ware zurückzusenden, reicht nicht“, betont die Expertin. Noch eine Empfehlung von ihr: „Wer sich überhaupt Ärger ersparen möchte, sollte Namen und Adresse nicht irgendwo leichtfertig preisgeben. Dann gibt es auch keine ungebetene Post.“

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