Neustart : Den Traumjob als Maler gefunden

Hilfe bei der Ausbildung: Malergeselle Oliver Büsch (l.) steht Lehrling Pierre John Hiller mit Rat zur Seite.
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Hilfe bei der Ausbildung: Malergeselle Oliver Büsch (l.) steht Lehrling Pierre John Hiller mit Rat zur Seite.

Erst Schulabschluss, dann Lehre: Der Schweriner Pierre John Hiller startet mit 22 Jahren beruflich noch einmal neu durch

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05. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Malen, tapezieren, schleifen, grundieren – jedes Haus ist unterschiedlich, jeder Kunde anders. Der Beruf eines Malers bringt nicht nur Farbe ins Leben, er bietet auch Abwechslung. „Ich denke, jetzt habe ich die richtige Wahl getroffen“, sagt Pierre John Hiller. Der 22-Jährige macht seit September eine Ausbildung bei Malermeister Bartlau in der Feldstadt.

Die Lehrstelle bei dem Schweriner Traditionsunternehmen hat sich Hiller selbst gesucht. „Zuvor habe ich mich ein bisschen umgesehen“, erzählt er. Ohne einen Abschluss hatte der Schweriner die Schule zunächst verlassen. „Dann musste ich aber einsehen, dass es ohne einen Schulabschluss nicht geht“, berichtet der junge Mann. Also holte er seine Berufsreife-Prüfung nach.

Im Tiefbau hat Hiller gearbeitet und in einer Backstube, sich mit Minijobs über Wasser gehalten. Am Malerberuf schätzt Hiller die Vielseitigkeit. „Außerdem arbeite ich gern mit Werkzeug und Farben“, erklärt der Schweriner. „Und abends sehe ich, was ich am Tag geleistet habe, das Ergebnis meiner Arbeit.“

Andreas Bartlau, Geschäftsführer der Firma Malermeister Bartlau, hat Hiller eine Chance gegeben. Bei einer so genannten Einstiegsqualifizierung, einer Art sechsmonatigem Praktikum, gefördert von der Arbeitsagentur, konnte er den Bewerber eingehend testen. „Wir sind mit Herrn Hiller zufrieden“, betont Andreas Bartlau. Auch Senior-Chef Karl-Heinz Bartlau lobt den neuen Azubi: „Herr Hiller ist sehr interessiert. Ich glaube, er hat das Durchhaltevermögen, um seine Lehre mit Erfolg durchzuziehen.“ Überhaupt sei die Motivation das A und O. Wer den Willen habe, der könne auch viele handwerkliche Fähigkeiten erwerben, sagt Karl-Heinz Bartlau. Natürlich müsse ein Maler-Azubi aber auch ein gewisses Talent für den Beruf und solide Mathe-Kenntnisse mitbringen.

Mit der Einstiegsqualifizierung wolle die Arbeitsagentur gerade solchen Bewerbern den Weg in den Job ebnen, die aufgrund ihrer schulischen Leistung nicht auf Anhieb zum Zuge kämen, aber als Fachkräfte dringend benötigt würden, erläutert Agentur-Chef Dirk Heyden. In immerhin 60 Prozent der Fälle führe das Langzeitpraktikum zum Erfolg – zur Übernahme in eine Ausbildung.

Er habe seinen Traumberuf gefunden, versichert Piere John Hiller. Die Arbeit mache ihm Spaß, und in der Berufsschule komme er bisher gut zurecht. Hat ein Maler eigentlich eine Lieblingsfarbe? „Alle Farben sind schön“, sagt Hiller.

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