Abendstudium : Den täglichen Spagat meistern

Alle 14 Tage  finden Präsenzveranstaltungen für die Studenten des  neuen Abendstudiengangs zum Wirtschaftsingenieur im Baltic College statt.
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Alle 14 Tage finden Präsenzveranstaltungen für die Studenten des neuen Abendstudiengangs zum Wirtschaftsingenieur im Baltic College statt.

Marcel Janke ist Student an der Fachhochschule des Mittelstandes und stellt sich den Herausforderungen des neuen Abendstudiengangs

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15. November 2014, 08:00 Uhr

Die Tage sind lang und anstrengend. Nach einem normalen Arbeitstag im Unternehmen, stehen oft noch zwei Stunden Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen an. Doch der Aufwand und die dadurch entstehenden Entbehrungen lohnen sich: Marcel Janke ist einer der zwölf Studenten im neuen Abendstudiengang zum Wirtschaftsingenieur, den die Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) seit 1. Oktober in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer anbietet. „Ich möchte beruflich weiterkommen und diese Lösung ist perfekt für mich. Ich bleibe in der Praxis und muss mich finanziell nicht allzu sehr einschränken“, so der 26-Jährige. Das Studium an der FHM kostet 425 Euro monatlich.

Der Spagat zwischen Beruf und Studium sei nicht leicht. Janke habe aber sein Ziel vor Augen und konzentriere sich auf seine Zukunft.

Der Abendstudent arbeitet wochentags im Unternehmen „RNM Ingenieure“ in Hamburg. Für seinen Arbeitsweg von Kaltenkirchen nach Hamburg braucht er knapp eine Stunde. Gegen 17 Uhr macht er sich auf den Rückweg und setzt sich zu Hause vor die Bücher um zu lernen. Jeden Donnerstag treffen sich die Studierenden im virtuellen Schulungsraum um den Vorlesungen zu folgen. Alle Anwesenden sind mit einem Mikrofon ausgestattet und können ihrem Dozenten in Schwerin so Fragen stellen. Auch an Wochenenden stehen im 14-tägigen Rhythmus Präsenzveranstaltungen an der FHM in der Schweriner August-Bebel-Straße 11 auf dem Programm. Alle drei Monate sogar eine ganze Woche.

„Man muss sich wirklich gut organisieren und auf einiges verzichten. Meine Freunde und Familie sehe ich fast nur noch am Wochenende“, betont Janke. Trotzdem sei er sehr zufrieden mit seiner Entscheidung. Positiv zu bewerten sei auch, dass sein Meistertitel angerechnet wurde. So konnte die berufsbegleitende Studienzeit von den üblichen vier Jahren auf 28 Monate gekürzt werden.

„Die Studierenden haben mit dem Abschluss an der FHM eine sehr gute Position am Arbeitsmarkt. Sehr viele Betriebe in MV suchen Nachfolger für die Geschäftsführung und brauchen dringend Fachpersonal“, erklärt Edgar Hummelsheim, Geschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin. Dieser berufsbegleitende Studiengang werde sehr erfolgreich in Bielefeld und Köln angeboten. Deshalb habe man ihn nun auch ins Portfolio der FHM in Schwerin aufgenommen, erläutert Hummelsheim.

Wie es nach seinem Studium weitergeht, weiß Janke jedoch noch nicht. Sein Arbeitgeber freue sich, dass er sich weiterbilde. Momentan ist er Fachplaner und Projektleiter für den Bereich „Technische Gebäudeausrüstung“. Eine höhere Position sei aber noch nicht abgesprochen.

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