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Streifzug durch Demens Wald : Den Pfifferlingen auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Reinhold Krakow klärt bei Lehrwanderung im Demener Waldstück über essbare und giftige Exemplare auf: Ausbeute war bescheiden

von
erstellt am 25.Jul.2016 | 16:00 Uhr

Eichen-Milchling, Scheidenstreifling, Flatter-Milchling, Anis-Champignon, Papageien-Täubling, aber auch Riesenschirmling, Rotfüßchen, Marone und nur einige wenige Pfifferlinge – diese Pilze fanden die Sammler bei der geführten Tour im Demener Waldstück Räumde. Erhofft hatte sich der eine oder andere wohl mehr.

Aber Pilzberater Reinhold Krakow vom mykologischen Informationszentrum Steinpilz Wismar hatte anfangs gleich darauf hingewiesen, dass es bei einer Lehrwanderung wie dieser nicht vordergründig darum gehe, möglichst viele Pilze zu finden. Es gehe darum, Pilze und ihre wichtigsten Merkmale kennen zu lernen, giftige von essbaren und schmackhaften unterscheiden zu können. Und da hatte der Pilzkenner auch gleich ein gutes Beispiel parat: den Pantherpilz, ein stark giftiger Pilz. Der sei leicht zu verwechseln mit dem essbaren Perlpilz. Krakow erklärt geduldig die unterschiedlichen Merkmale – vom Aussehen bis vom Geruch. Um Pilze besser bestimmen zu können, sei es ratsam, sie nicht am unteren Stiel mit dem Messer abzuschneiden, sondern herauszudrehen, erläutert der Fachmann.

Einer, der bei Pilzlehrwanderungen immer gern dazulernt, ist Jürgen Horn aus Bargteheide, Schleswig-Holstein. Seit November vorigen Jahres beschäftigt er sich näher mit der Thematik. Er hat bei sich in der Nähe schon eine Lehrwanderung über die Volkshochschule mitgemacht. Und irgendwann sei er im Internet auf das mykologische Informationszentrum Steinpilz Wismar gestoßen, erzählt er. Seitdem ist er hier häufiger Gast – und bei Wanderungen gern dabei. „Man erweitert seinen Horizont “, sagt er. So habe er inzwischen die Morchel schätzen gelernt. Sie ist ein typischer Frühjahrspilz und ein sehr begehrter Speisepilz, weiß er inzwischen. Auch die bei der Wanderung am Sonnabend gefundenen Pilze wie der Kupferrote Gelbfuß kommen in die Pfanne, erzählt Jürgen Horn.

Bärbel Kahl (69) und ihr Mann Walter (67) aus Schwerin sammeln seit langem Pilze und waren auch schon in diesem Jahr erfolgreich – mit Pfifferlingen. Allerdings an einer ganz anderen Stelle, sagen sie. Zu den treuen Pilzsammlern der Gruppe aus Wismar gehört Helga Köster. Auch an ihrem 79. Geburtstag marschierte sie hier mit. Und Erika Wittenhagen (76) aus Bad Kleinen ist froh, bei Unklarheiten den Pilzmann ihres Vertrauens befragen zu können: Reinhold Krakow. Mehr als 20 Interessierte waren in den Wäldern bei Demen auf der Pirsch. Die nächste Pilzwanderung am Sonnabend, 6. August, führt wieder in die Demener Region. Dann geht es in Richtung Buerbeck. Gegen 9 Uhr ist Treffpunkt am Ortsausgang Demen am Waldrand, Abzweig Barnin.

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