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Spendenaktion für "Mike Möwenherz" : Den letzten Weg mit der Familie gehen

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"Wir haben bei unseren krebskranken Kindern eine Heilungsquote von etwa 80 Prozent", berichtet Prof. Dr. Peter Clemens, Chefarzt der Kinderklinik in Schwerin. Bei 20 Prozent der kleinen Patienten sind die Ärzte machtlos.

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erstellt am 14.Dez.2012 | 04:01 Uhr

Schwerin | "Wir haben bei unseren krebskranken Kindern eine Heilungsquote von etwa 80 Prozent", berichtet Prof. Dr. Peter Clemens, Chefarzt der Kinderklinik der Schweriner Helios-Kliniken. Eine hohe Zahl, die aber im Gegenzug dennoch bedeutet, dass bei 20 Prozent der kleinen Patienten die Ärzte machtlos sind, das Leben der Kinder nicht retten können.

"Auch wenn es schwer fällt, darüber zu reden: Das Sterben gehört zum Leben dazu, aber es ist etwas sehr Individuelles. Sterben sollte deshalb zu Hause stattfinden, in den vertrauten Räumen, bei vertrauten Menschen", sagt Prof. Clemens. Gerade in den letzten Tagen sei es wichtig, dass viele Familienangehörige, Freunde, Verwandte und Bekannte ans Bett kommen, dass Haustiere gestreichelt werden und lieb gewordene Dinge in die Hand genommen werden können. "Das alles ist zu Hause besser möglich als im Krankenhaus", erläutert der erfahrene Chefarzt. Bisher sei es so gewesen, dass viele der behandelnden Ärzte und Krankenschwestern in ihrer Freizeit vor oder nach ihrem Dienst privat zu bestimmten Patienten gefahren sind und Zuwendung und Trost gespendet haben.

"Wenn diese wichtige Arbeit nun in feste Strukturen gegossen werden soll, verdient das größte Unterstützung", betont Prof. Dr. Clemens. Die Initiative des Uniklinikums Rostock sei ein Pilotprojekt, das nicht nur für ganz Mecklenburg tätig wird, sondern auch eine Vorbildfunktion erfülle. In der Hansestadt hatte sich unter Leitung von Dr. Carl Friedrich Classen der Arbeitskreis "Mike Möwenherz" gegründet, in dem Ärzte, Pflegespezialisten und Eltern versammelt sind, um das Beste für diese Kinder zu tun. Und das Beste für sie ist, wenn sie zu Hause gepflegt werden können. Und abgesehen davon sei es auch für die Hinterbliebenen leichter, mit dem Schmerz über den Verlust eines gelie bten Menschen umzugehen, weiß der Mediziner aus langjähriger Erfahrung.

"Wir wollen kranken Kindern einen Krankenhausaufenthalt so weit wie möglich ersparen. Doch die Pflege zu Hause setzt nicht nur Liebe und Zuwendung voraus, sondern vor allem auch Fachwissen. Das kann kein normaler Pflegedienst leisten: mit Arzt, Kinderkrankenschwester und Psychologen Hausbesuche abzustatten. Hinzu kommt, dass es für uns Mediziner keinen strukturellen Rahmen für derartige Einsätze gibt. Deshalb ist die Rostocker Initiative wegweisend", sagt Clemens. Was jetzt noch fehle, sei das Geld, damit die neuen Strukturen arbeitsfähig gemacht werden können. "Deshalb begrüßen meine Kollegen und ich diese Spendenaktion der Schweriner Volkszeitung aus ganzen Herzen. So kann wirkungsvoll kranken Kindern geholfen werden", versichert der Arzt. Dies sei wahrlich gut angelegtes Geld.

Helfen Sie Kindern, spenden Sie für „Mike Möwenherz“

In unserer diesjährigen Weihnachtsspendenaktion bitten wir Sie um Unterstützung. Jeder Euro hilft.
Das Spendenkonto:
Spenden für „Mike Möwenherz“
Verwendungszweck 992098, Universitätsmedizin Rostock
Deutsche Kreditbank AG Rostock,
BLZ 120 300 00 , Kto 10109999
(Benötigen Sie einen Spendennachweis, vermerken Sie das bitte auf dem Überweisungsträger.)


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