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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. September 2017 | 13:52 Uhr

betreuungsnotstand : Den Horten geht die Puste aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zu viele Anmeldungen in der Innenstadt. Jetzt bietet die Stadt bietet Alternativen in Lankow und Neu Zippendorf an

von
erstellt am 02.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Die Grundschul- und Hortsituation in der Innenstadt bleibt angespannt. Selbst eine vorläufige Notlösung ist nicht vor Ende Mai zu erwarten. Die Stadtverwaltung und das Staatliche Schulamt arbeiten an einer Veränderung der Situation.

Die Lage ist ernst: An der Friedensschule gibt es zum kommenden Schuljahr 19 Anmeldungen mehr, als die Kapazität hergibt. An der Reuterschule sind sogar 24 Kinder mehr angemeldet, als die Schule aufnehmen kann. Die Stadt hat deshalb drei Szenarien entwickelt, wie die Situation entspannt werden kann. So soll an der Friedensschule eine vierte Eingangsklasse aufgemacht werden. Der Hort müsste dann einen Raum abgeben. Und: Die „Außenstelle“ in der Erich-Weinert-Schule bliebe bestehen. Damit würde die für diese Schule geplante Sanierung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Eine weitere Möglichkeit: An der Astrid-Lindgren-Schule wird eine dritte Klasse eingerichtet. Dort wäre auch das Hortangebot gesichert, so Schuldezernent Dieser Niesen. Oder: An der Grundschule in Lankow wird eine vierte Eingangsklasse gebildet. Die Hortbetreuung wäre auch hier gesichert.

„Primär verfolgt“ wird die Variante Lindgrenschule, so Schuldezernent Dieter Niesen. Dazu sollen Gespräche mit den Eltern geführt werden, ihre Kinder statt in der Innenstadt doch lieber in Neu Zippendorf anzumelden. Niesen spricht zwar von „freiwilligen Lösungen“, nennt das Verfahren aber auch „sanfte Lenkung“. Der Dezernent geht davon aus, dass sich in zwei, drei Jahren die Grundschul- und Hortsituation entspannen wird. Wenn dann der neue Hort der Heineschule und der City-Hort in der Friedensstraße fertig sein werden.

Doch ob das so schnell geht, ist unklar. Denn bauen kann die Stadt nur, wenn es Fördermittel gibt. Dazu gibt es aber noch keine Entscheidung, so Niesen. Deshalb gehen Fachleute auch von einer Fertigstellung der Horte erst 2018 aus. „Bis dahin ist die Hortversorgung aber ganz zusammengebrochen“, sagt Aufsichtsratsmitglied Gerd Güll. Denn nach den vorliegenden Zahlen wird wegen der gestiegenen Geburtenzahlen jedes Jahr eine zusätzliche Eingangsklasse beispielsweise an der Friedensschule gebildet werden müssen. Das heißt: Immer weniger Räume für den Hort. 2016/17 wird es dann dort gar keinen Hortraum mehr für 240 Kinder geben.

Und auch anderswo wird es eng. An der Grundschule Mueßer Berg gibt es 13 Hortplätze – aber bereits 50 Anmeldungen.

 

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