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16. Dezember 2017 | 23:41 Uhr

Schwerin : Demokratie in Kunst gefasst

vom

"Hier ist die jetzt im Alltag gelebte Demokratie in Metall gemeißelt, um an die Wendezeit zu erinnern", sagte Stadtpräsident Stephan Nolte gestern Abend an der Skulptur "Runder Tisch" am Großen Moor, Ecke Puschkinstraße.

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erstellt am 10.Dez.2012 | 07:10 Uhr

Altstadt | "Hier ist die jetzt im Alltag gelebte Demokratie in Metall gemeißelt, um an die Wendezeit zu erinnern", sagte Stadtpräsident Stephan Nolte gestern Abend an der Skulptur "Runder Tisch" am Großen Moor, Ecke Puschkinstraße. Gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden aller demokratischen Parteien in der Stadtvertretung und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow weihte er die Informationstafel ein, die das Kunstwerk von Guillermo Steinbrüggen erklärt.

Dieser hatte selbst die Gestaltung und Anfertigung des Schildes übernommen. Dessen Text war im Kulturausschuss beraten und von der Stadtvertretung beschlossen worden. Er lautet: "Der Runde Tisch von Guillermo Steinbrüggen entstand 1990 während des ersten gesamtdeutschen Symposiums für Metallbildhauer in Schwerin. Am 7. Dezember 1989 wurde im Verlauf der friedlichen Revolution in der DDR auf Initia tive mehrerer Bürgerbewegungen der Zentrale Runde Tisch in Berlin gebildet. Er sollte bis zu Neuwahlen die DDR-Regierung kontrollieren. Seine letzte Sitzung fand am 12. März 1990 statt. Nach diesem Vorbild wurden Runde Tische auch auf kommunaler Ebene, unter anderem in Schwerin, eingerichtet. Er wurde aufgestellt als Zeichen der Selbstbestimmung und als Sinnbild für Demokratie."

Initiiert worden war die Anbringung der Info-Tafel von der Fraktion der Unabhängigen Bürger. Frank-Peter Krömer hatte die Idee dazu. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin entstand keine Belastung für die Landeshauptstadt, berichtete Gramkow. "Die Erklärungs tafel ist zwar relativ klein, doch wer sich für die Plastik interessiert, wird sie gewiss entdecken und beim Lesen auch Denkanstöße bekommen", so die Oberbürgermeisterin.

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