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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 09:33 Uhr

Schweriner Polizei : Dem Verbrechen auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Andreas Aschenbrenner leitet seit gut einem Monat die Schweriner Kriminalpolizeiinspektion, die für ganz Westmecklenburg zuständig ist

von
erstellt am 14.Aug.2017 | 23:12 Uhr

In seiner Laufbahn hat Andreas Aschenbrenner schon viele Funktionen bekleidet. Er war unter anderem Abteilungsleiter im Landeskriminalamt MV, stand an der Spitze des Rostocker Kriminalkommissariates und leitete die Führungsgruppe der Polizeiinspektion Ludwigslust. Seit gut einem Monat nun sitzt der gebürtige Berliner auf dem Chefsessel der Kriminalpolizeiinspektion in Schwerin, die den schweren Verbrechen in der Region auf der Spur ist.

Polizist sei er geworden, weil es ihn gereizt habe, Fälle von Wirtschaftskriminalität aufzudecken, sagt Aschenbrenner, Jahrgang 1960. „Wir haben es in diesem Bereich in der Regel mit gut organisierten Tätern zu tun.“ Ihnen das Handwerk zu legen, sei eine besondere Herausforderung, so der Kriminaldirektor.

Tatsächlich gehört die Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zu den wichtigsten Aufgabenbereichen der Kriminalpolizeiinspektion, die anders als das Schweriner Kriminalkommissariat nicht nur für die Landeshauptstadt, sondern für ganz Westmecklenburg zuständig ist. Das Spektrum der Fälle im wirtschaftlichen Bereich könne von Subventionsbetrug und Konkursverschleppung bis zum Einsatz von unerlaubten Mitteln in der Landwirtschaft reichen, erklärt Aschenbrenner.

Die 125 Mitarbeiter der Schweriner Kriminalpolizeiinspektion kümmern sich aber nicht nur um die Aufklärung von Wirtschaftskriminalität. Gerufen werden die Beamten auch, um die Ermittlungen bei schweren Straftaten gegen das Leben und die Gesundheit zu übernehmen, also etwa Fälle von Mord und Totschlag und von sexuellem Missbrauch aufzuklären. Weitere Fachkommissariate befassen sich mit Delikten aus dem organisierten und schweren Verbrechen, mit der Rauschgiftkriminalität und dem politischen Staatsschutz.

Eine immer größere Rolle in der Arbeit der Inspektion spiele die Verfolgung von Straftaten, die über das Internet begangen würden, sagt Aschenbrenner. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: der so genannte Geschäftsführer-Betrug, bei dem Kriminelle eine Mail vortäuschen, mit der Chef einer Firma seine Mitarbeiter zu Finanztransaktionen veranlasst (SVZ berichtete). Um den Tätern im Bereich des Cyber-Crime auf die Spur zu kommen, müsse die Polizei mit der Entwicklung Schritt halten, erklärt der Inspektionsleiter. Fortbildung und technischer Ausstattung kämen eine besondere Bedeutung zu. „Wir brauchen Spezialisten“, so Aschenbrenner, dem auch die Gewinnung von Nachwuchskräften bei der Polizei am Herzen liegt.

Und welche Schwerpunkte sieht der Kripo-Chef nach den ersten Wochen im Amt ganz konkret in Schwerin? Die fortgesetzten Beschädigung am AfD-Büro in der Friedrichstraße hätten die Inspektion beschäftigt, sagt Aschenbrenner, der vor seinem Wechsel nach Schwerin zuletzt Leiter der Abteilung für Staatsschutz im Landeskriminalamt war. Im Blick habe seine Dienststelle auch die Entwicklungen auf dem Marienplatz im Zusammenhang mit ausländischen Jugendlichen. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Schweriner Polizei und bringen unsere Kompetenzen ein“, so der Inspektionschef.

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