zur Navigation springen

Schwerinerin gerettet : Dem Tod von der Schippe gesprungen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Bofrost-Bote findet eine Rentnerin in hilflosem Zustand, ruft die Rettungskräfte und rettet ihr so das Leben

Gestern feierte Ingrid Berndt ihren 79. Geburtstag, und der wird ihr ewig in Erinnerung bleiben. Denn um Haaresbreite hätte sie ihn nicht mehr erlebt. „Ich bin dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen“, sagt sie glücklich und fügt hinzu: „Und das habe ich alles einem jungen Mann, nämlich Karsten Simoneit, zu verdanken.“ Mit einer Flasche Sekt, einem Blumenstrauß und dem glücklichsten Lächeln dieser Welt hat sie ihm jetzt dafür gedankt.

Zwar sind der rüstigen Rentnerin aus der Anne-Frank-Straße die Schmerzen von drei gebrochenen Rippen und einer gebrochenen Hand noch anzumerken, doch erzählen will sie die Geschichte schon, die sich ihr so tief eingeprägt hat. „Es war am 10. März. Ich bin ins Bad gegangen und irgendwie ausgerutscht und so unglücklich gefallen, dass ich das Bewusstsein verloren habe. Da ich Diabetikerin bin, kam in dieser Situation negativ hinzu, dass ich mir über eine längere Zeit kein Insulin spritzen konnte und einen Zuckerschock bekam. Vier Tage habe ich hilflos in meiner Wohnung gelegen und im Unterbewusstsein immer nur gehofft, dass mir jemand zu Hilfe kommt.“

Und diese Hilfe kam in Person eines Bofrost-Mitarbeiters. Karsten Simoneit war auf dem offenen Gang des Hochhauses unterwegs und sah durchs Fenster die hilflose Frau liegen. Er klingelte bei der Nachbarin und alarmierte die Rettungskräfte. Frau Berndt wurde sofort notärztlich versorgt und ins Klinikum gebracht. Der Arzt bestätigte, dass die damals noch 78-Jährige ohne die Alarmierung wahrscheinlich nicht überlebt hätte.

Mittlerweile geht es der Seniorin schon wieder so gut, dass sie das Krankenhaus verlassen konnte. Und auch ihr Humor und die Lebensfreude sind zurück. Jetzt ist ihr wichtig, ihrem Retter öffentlich zu danken und auch andere Schweriner zu ermutigen, sich für ihre Mitbürger zu interessieren, „denn das kann wirklich Leben retten, wie ich selbst erfahren habe“, betont Ingrid Berndt.

 

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen