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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2017 | 23:58 Uhr

Schwerin : Debatte über Ende des Friedhofszwangs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Linke will mit Kirchen und Kommunen über die von ihr angestrebte Abschaffung des Friedhofszwangs im Land sprechen.

Die Gespräche sollen nach der Sommerpause beginnen, sagte der innenpolitische Sprecher der größten Oppositionsfraktion im Landtag, Peter Ritter. Anschließend sei eine Initiative im Parlament für eine Reform des Bestattungsgesetzes geplant. „Nach Möglichkeit im Konsens mit den anderen demokratischen Fraktionen“, betonte Ritter in Schwerin. Das Thema Bestattungen sei ebenso sensibel wie wichtig.

Die Forderung des Politikers nach mehr Freiheit im Bestattungswesen hatte im Mai große Resonanz in der Öffentlichkeit gefunden. In Leserbriefen der Tageszeitungen und im Internet äußerten viele Menschen den Wunsch, die Asche eines verstorbenen Angehörigen im eigenen Garten verstreuen oder die Urne zu Hause aufstellen zu dürfen. Bisher gilt in Mecklenburg-Vorpommern Friedhofszwang. Einzige Ausnahme sind Seebestattungen.

Bislang räumt in Deutschland lediglich Bremen die Möglichkeit ein, die Asche eines verstorbenen Angehörigen auf dem eigenen Grundstück zu verstreuen. Allerdings sei das mit erheblicher Bürokratie verbunden, kritisierte Ritter. In anderen europäischen Ländern seien die Regelungen weit liberaler: So könne man in den Niederlanden die Urne ohne weiteres mit nach Hause nehmen.

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