Schwerin : Dauerparkplätze werden teurer

<p>Park + Ride am Hauptbahnhof:  Von insgesamt 200 Parkplätzen ist  ein Teil für Dauerparker reserviert.</p>
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Park + Ride am Hauptbahnhof:  Von insgesamt 200 Parkplätzen ist  ein Teil für Dauerparker reserviert.

Wer bequem parken möchte, muss draufzahlen: Der Preis der Monatsparkkarte für Berufspendler klettert auf 60 Euro

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21. März 2014, 12:00 Uhr

Täglich kommen etwa 25 000 Pendler nach Schwerin zur Arbeit, ein großer Teil davon mit dem Auto. Doch viele Berufspendler sind jetzt verärgert. Denn in der Landeshauptstadt werden Dauerparkplätze teurer. Der Nahverkehr Schwerin (NVS), der sechs Parkflächen in der Innenstadt betreibt, will ab April die Monatsgebühren von 50 auf 60 Euro erhöhen.

Das sei eine normale Marktanpassung, sagt Michael Klatt, der für Parkplatzbewirtschaftung zuständige Abteilungsleiter beim Nahverkehr. Schließlich habe es in den vergangenen zehn Jahren keine gegeben. „Wir zocken die Leute nicht ab. Solch eine Monatsparkkarte ist an sich schon eine Vergünstigung.“ Eine Tageskarte koste acht Euro, mit der Dauerparkkarte wären es nur zwei am Tag. Zum Vergleich: Im Parkhaus am Schloss und in den Schweriner Höfen kostet eine Monatskarte 80 Euro.

Antje Kipp sieht das nicht so, ist sauer über die Preiserhöhung. Die Angestellte pendelt täglich zwischen Schlagsdorf und Schwerin. „50 Euro pro Monat ist schon schmerzlich. Eine Erhöhung um fünf Euro hätte ich ja noch verstanden. Aber auf Schlag gleich zehn Euro ist schon eine harte Nummer. Das sagen auch meine Kollegen“, berichtet sie. Dann fügt Antje Kipp hinzu: „Aber es ist schon eine bequeme Sache, wenn man gleich hier in der Nähe arbeitet. Denn in Schwerin ist es schwer, einen Parkplatz zu finden. Da muss man wohl in den sauren Apfel beißen.“

Seit 2003 bewirtschaftet der Schweriner Nahverkehr sechs Parkplätze um den Innenstadtring – in der so genannten Parkzone 1 – mit insgesamt 720 Stellplätzen. Davon sind knapp 300 von Dauerparkern belegt und nur diese Plätze sind von der Erhöhung um zehn Euro betroffen. Damit die Innenstadt nicht vollständig von den Einpendlern in Beschlag genommen wird, sind die Anwohnerparkzonen innerhalb des Rings geschaffen worden. Parkplätze für Pendler mit Umsteigemöglichkeiten gäbe es in der Parkzone 2 reichlich – zum großen Teil kostenfrei – zum Beispiel in Lankow, auf dem Großen Dreesch, an der Sport- und Kongresshalle oder am Klinikum mit den „Park&Ride-Plätzen“, sagt Andreas Maack, der Parkplatzverantwortliche beim Nahverkehr. Vom Klinikum könne man mit einer Monatskarte für die Bahn für 38 Euro in die Innenstadt fahren.

Doch Park&Ride sei für viele Pendler, die in der Innenstadt arbeiten, nicht bequem genug, erläutert Klatt. Deshalb biete der Nahverkehr in der Innenstadt Parkplätze an, die allerdings gebührenpflichtig sind. „Es ist schon eine Art von Komfort, wenn Berufspendler so nah am Arbeitsplatz parken können“, sagt Klatt. Dafür seien zehn Euro mehr nicht zu viel. Zumal der Nahverkehr auch einen 24-Stunden-Service biete, falls es mal ein Problem mit den Schranken gebe. „Wir haben noch nie jemanden auf dem Parkplatz übernachten lassen.“

Ein Service, den offensichtlich auch Touristen zu schätzen wissen. „Es ist tatsächlich so, dass gerade in den Sommermonaten das Angebot nicht ausreicht“, berichtet Andreas Maack.

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