zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 17:07 Uhr

Hut ab! : Dauerläufer an der Vereinsspitze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Brüsewitzer Sportverein um den Vorsitzenden Jörg Schiller lädt von Freitag an zu einem dreitägigen Fest ein

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2014 | 12:00 Uhr

Laufen, am besten lange und am besten oft – in seiner aktiven Sportlerzeit hatte Jörg Schiller den langen Atem, um weite Strecken zu bewältigen. Um das Laufen ist es ruhiger geworden, doch den langen Atem braucht der 48-Jährige heute immer noch, um als Vorsitzender einen 200 Mitglieder starken Verein zu führen, um Ziele zu erreichen.

Der Rasenmäher knattert über die großen Grünflächen der betagten Sportanlage am Brüsewitzer Ortsrand. Das Dorf- und Sportfest steht an, da muss alles gepflegt und hübsch aussehen. „Und mit dem Wetter soll es ja wohl auch klappen“, sagt Jörg Schiller. Regen, den können sie nicht gebrauchen, wenn viele der 1500 Dorfbewohner von Freitag an bis Sonntag feiern und Sport treiben wollen. Wird es nass, dann ist der Rasen immer so schnell morastig, weil das Wasser nicht richtig ablaufen kann. Trotz guter Wetterprognose: Zelte werden noch aufgebaut, denn das Tanzbein soll ja auch geschwungen werden.

Seit Februar planen Jörg Schiller und viele weitere Ehrenamtliche das große Fest. Nur eine Aufgabe von vielen, die der Vorsitzende stemmt. Vor zwei Jahren wurde er ins Amt gewählt. Und wer solch einen Posten annimmt, der weiß, das viel Freizeit investiert werden muss. Mit der freien Zeit ist das so eine Sache, wenn man als Verkaufsleiter im Pharma-Außendienst fünf Bundesländer bereisen muss. „Aber es lässt sich beides vereinbaren“, sagt Jörg Schiller.

„Mir ist es wichtig, vielen Brüsewitzern ein sportliches Angebot zu machen.“ Mit dieser Intention hat er seinen ehrenamtlichen Dienst als Vereinschef angetreten. Was die Sektionenvielfalt angeht, kann Schiller diesbezüglich schon Erfolge verzeichnen, denn neben den schon bestehenden Abteilungen Volleyball, Tischtennis, Badminton, Frauen- und Seniorensport, Frauen-Fitness oder Kegeln gibt es jetzt auch die Sparte Kindersport. Fußball wird auch gespielt in Brüsewitz, „aber leider nicht mehr im Männerbereich“, weiß der Club-Vorsitzende. Nach der Saison 2012/13 löste sich das Herrenteam auf. „Wir haben zu wenig Spieler. Leider gibt es in Brüsewitz nur noch eine Grundschule. Uns fehlen so die Jugendlichen, die ans Männer-Team herangeführt werden könnten“, erklärt er. Übernächste Saison, so der Wunsch, soll wieder ein BSV-Männer-Team um Meisterschaftspunkte kicken. Liga-Fußball gibt es trotzdem beim BSV, der vier Jugendteams – darunter eine Spielgemeinschaft mit Dalberg – ins Rennen schickt.

Förderanträge stellen, Einführung der Mitgliedskarten vorbereiten, regelmäßige Vorstandstreffen – zu tun gibt es immer genug. Auch die zweite Winter-Olympiade, die im kommenden Januar in Brüsewitz stattfinden soll, will geplant werden. Aber jetzt steht erst einmal das Dorf- und Sportfest an. „Und dafür haben wir uns einiges einfallen lassen“, sagt Jörg Schiller.

Auch in diesem Jahr gibt es zahlreiche sportliche Wettkämpfe. So sind beispielsweise Fußballturniere, Volleyballturnier, Tischtennisturnier, Fahrradtour, Skatturnier oder Luftgewehrschießen geplant. Beginn des Festes ist bereits heute, 17.30 Uhr. Es gibt unter anderem eine Fackelwanderung und wer WM-Fußball sehen will, kann dies auch im Festzelt machen. Morgen, am Sonnabend, geht es schon um 8 Uhr mit Angeln los. Die Interessengemeinschaft Lützower Freicorps wird zu Gast sein ab 14 Uhr und die Kinder können beim Mitmachzirkus des Tigerparks Dassow zu Stars in der Manege werden. Ab 20 Uhr gibt es Tanzmusik.

Am Sonntag ist Familientag, ab 10 Uhr heißt es dann „Mach mit!“ beim Volkssportfest. Die Seniorensportler des Vereins präsentieren einen Line-Dance-Auftritt. Es ist also laufend etwas los an diesen Tagen in Brüsewitz.

Apropos laufend: Läufe über drei und sechs Kilometer gibt es am Sonnabend ab 10.45 Uhr auch. „Die Läufe machen wir jetzt im sechsten Jahr. Damals habe ich das mit initiiert und bin letztlich so auch zum Verein und zur Vereinsarbeit gekommen“, sagt Jörg Schiller. Jetzt plant er das gesamte Dorf- und Sportfest mit – aber das gehört zu den Aufgaben eines Vereinschef dazu. „Und wenn dann viele Leute kommen“, so Schiller, „macht es einfach auch richtig viel Spaß.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen