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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 22:35 Uhr

Hortneubau in Schwerin : Das wird der neue Heine-Hort

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Planungen laufen auf Hochtouren: Abriss in der Werderstraße beginnt im Juni – Fertigstellung für Ende 2017 geplant

von
erstellt am 26.Feb.2016 | 04:59 Uhr

Auf dem Papier ist er schon fertig und er sieht schick aus – der neue Hort „Heine Kids“, in dem in zwei Jahren knapp 200 Mädchen und Jungen nach ihrem Unterricht in der Heinrich-Heine-Schule betreut werden können. Bis dahin liegt aber noch viel Arbeit vor den Bauleuten und den Planern des Zentralen Gebäudemanagements (ZGM) der Stadt, dem Bauherrn.

„Wir wollen am 22. Dezember 2017 fertig sein“, benennt Berge Dörner, Abteilungsleiter Neubau und Entwurf beim ZGM, das ehrgeizige Ziel. „Voraussichtlich nach den Winterferien 2018 steht der Neubau dann den Kindern und Erziehern zur Verfügung.“ Vorausgegangen war nach dem Umschwenken von der Sanierung der Gebäude in der Werderstraße 66 und 68 wegen erheblicher statischer Probleme auf das Neubauvorhaben ein Architektenwettbewerb. Eine Jury aus Kita gGmbH, die den Hort betreiben wird, Experten der Stadtentwicklung und des ZGM sowie Bausachverständigen bewertete vier Entwürfe und entschied sich schließlich für eine Variante, die helle, lichtdurchflutete Räume auf 1300 Quadratmeter Nutzfläche verspricht.

Auch die Detailabstimmung mit der Kita gGmbH sei bereits erfolgt, berichtet Berge Dörner. Wo Gruppenräume, Mehrzweckzimmer, Essensräume, Garderobe und Foyer entstehen werden, ist auf dem Papier schon erkennbar. Der Haupteingang wird sich in der Amtstraße befinden und einen direkten Durchgang zum Innenhof haben – dem jetzt ebenfalls unbebauten Grundstück Werderstraße 70. Das Gebäude selbst wird viergeschossig.

Ende des nächsten Monats soll der nächste wichtige Schritt erfolgen – die so genannte Haushaltsunterlage Bau, erklärt der ZGM-Abteilungsleiter. Die enthält die detaillierten Baukosten, inklusive der erhofften Fördermittelzusage vom Land, so dass anschließend die Ausführungsplanung erfolgen kann und natürlich die Ausschreibung der Bauleistungen.

„Im Oktober wollen wir wir mit dem Neubau beginnen“, sagt Berge Dörner. Dafür werde zwischen Juni und September die alte Bausubstanz abgerissen. Bewusst hätten die Planer dafür die Ferienzeit gewählt, um den Unterricht in der gegenüber befindlichen Heinrich-Heine-Schule so wenig wie möglich zu stören.

Die Baufahrzeuge sollen das Areal dann vor allem über die Amtstraße erreichen, die unbebaute Werderstraße 70 biete dabei Vorteile, Baumaterialien und Arbeitsgeräte zu lagern. Die erste Herausforderung wird die Statik, bekennt Berge Dörner. Der Keller müsse verschwinden und der schwierige Baugrund in Wassernähe gegründet werden. Zwölf bis fünfzehn Meter tief müssten die Gründungspfähle für den Neubau in die Erde. In etwa einem Jahr soll der Hochbau schon sichtbar sein.

Insgesamt 3,8 Millionen Euro Baukosten sind veranschlagt. 2,4 Millionen Euro Fördermittel erhofft sich die Stadt vom Land. Eine Zusage für die Sanierung gab es bereits, Signale aus dem Wirtschaftsministerium sind da, dass auch für den Neubau diese Summe fließen wird. Die übrigen Baukosten werden übrigens nicht direkt den städtischen Finanzplan belasten: Die Investition erfolgt – wie beispielsweise auch schon beim Neubau der Kita Wirbelwind in der Hagenower Straße – aus dem Sondervermögen des ZGM.

Da parallel das Zentrale Gebäudemanagement auch die Immobilie Friedensstraße 4 für einen Hort saniert, könnte sich die Hortplatzsituation in der Innenstadt perspektivisch weiter entspannen. Bereits zum Schuljahresbeginn 2017/18 sollen rund 300 Kinder den dortigen Hort nutzen können.


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