Schweriner SC empfing seine Volleyball-Vize-Europameisterinnen : „Das war einfach nur der Hammer“

Die EM-Silber-Mädels: SSC-Teamleitungsmitglied Michael Evers (r.) gratulierte Berit Kauffeldt (l.) und Lisa Thomsen. Klawitter
Die EM-Silber-Mädels: SSC-Teamleitungsmitglied Michael Evers (r.) gratulierte Berit Kauffeldt (l.) und Lisa Thomsen. Klawitter

Lisa Thomsen und Berit Kauffeldt sind wieder im Lande und ihnen steht immer noch die riesige Freude über den Silber-Coup bei der Volleyball-Europameisterschaft vom vergangenen Sonntag ins Gesicht geschrieben.

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05. Oktober 2011, 08:23 Uhr

Schwerin | Sie sind wieder im Lande und ihnen steht immer noch die riesige Freude über den Silber-Coup bei der Volleyball-Europameisterschaft vom vergangenen Sonntag ins Gesicht geschrieben. Gestern Vormittag empfing der deutsche Meister Schweriner SC seine beiden EM-Teilnehmerinnen Lisa Thomsen und Berit Kauffeldt offiziell wieder in der Heimat. "Die herzlichsten Glückwünsche auch vom Schweriner SC für unsere beiden Vize-Europameisterinnen. Das war ein tolles Ergebnis und auch ganz wichtig in Bezug auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Jetzt hat Deutschland möglicherweise sogar drei Chancen. Und beim World Cup sind zumindest zwei Spielerinnen aus Schwerin dabei. Ich hoffe, dass auch Denise Hanke und Anja Brandt es wieder in den engen Kader der Nationalmannschaft schaffen. Es wird aber sicher schwer, sich in dieses Team zu spielen", richtete SSC-Teamleitungsmitglied Michael Evers seine Worte in die illustre Runde.

"Das war einfach nur der Hammer. Ich war mir im Vorfeld sicher, dass wir eine gute EM spielen können. Aber, dass es dann so gekommen ist, ist schon cool", erzählte Libero Lisa Thomsen, bei der die Freude über Silber mehr überwog als die Enttäuschung über das verlorene Finale gegen Serbien (2:3). "Im ersten Moment denkst du schon: sch… Als wir in die Kabine gegangen sind, um uns für die Siegerehrung umzuziehen, war die Stimmung schon noch gedrückt. Aber als wir die Medaille hatten, war alles gut so wie es war", berichtete Berit Kauffeldt und fügte hinzu: "Man muss sich ja noch etwas in zwei Jahren aufheben." 2013 findet die EM in Deutschland statt…

Und gefeiert haben die deutschen Damen ihr EM-Silber natürlich auch. "Nach der Siegerehrung sind wir ins Hotel, haben geduscht und unsere Sachen gepackt, sind dann bei einem Italiener in Belgrad schön essen und danach noch zwei Stunden in einen Club gewesen. Zurück im Hotel haben wir weitergepackt, da wir schon um 4 Uhr auf dem Flughafen sein mussten. Der Flieger ging um 6.15 Uhr", erzählte der 26-jährige Libero. Na, geschlafen wurde dann eben auf dem Flug.

Und zu Hause gibt’s keine Zeit zum Erholen. Beide standen bereits am Dienstagmorgen um 9 Uhr zur ersten Trainingseinheit bei ihrem SSC wieder auf der Matte und reisten am Abend mit nach Hamburg zum Testspiel. "Das war ganz gut, dass ich noch mal kurz mit Denise (Zuspielerin Hanke - d. A.) trainieren konnte. Es ist ja schon eine Umstellung, wenn du jetzt ein paar Wochen bei der Nati warst", sagte Mittelblockerin Berit Kauffeldt. Ohne Pause geht es für beide nahtlos weiter. "Das macht mir überhaupt nichts aus. Ich spiele so gerne Volleyball", meinte die 21-Jährige mit einem fröhlichen Lachen. Und ihre Kollegin Lisa Thomsen ergänzte: "Sicher wäre es schön gewesen, zwei, drei Tage Pause zu haben. Aber für uns ist es ja auch wichtig, dass wir uns mit der Mannschaft einspielen." Viel Zeit bleibt nicht, beginnt die Bundesliga-Saison für den SSC bereits am 15. Oktober mit dem Auswärtsspiel beim VCO Berlin.

Kooperationsvertrag mit den Helios Kliniken unterzeichnet

Im Rahmen des Empfangs für die beiden Silber-Mädels stellte Evers denn auch einen neuen Partner des SSC vor. Erst einmal für ein Jahr wird die Helios Kliniken Schwerin GmbH den deutschen Meister unterstützen. "Für uns ist es wichtig, den Spitzensport hier in der Stadt zu fördern", sagte Geschäftsführer Enrico Jensch. "Es wird sicher sehr schwer den Meistertitel nächste Saison zu verteidigen, aber wie ich ja gelesen habe und hier sehe, kann man sich ja auch über eine Silbermedaille richtig freuen", fügte Jensch noch hinzu. Damit steht den SSC-Damen in der kommenden Saison eine umfangreiche medizinische Versorgung zur Verfügung. "Für uns ist es überaus erheblich, dass schnell reagiert werden kann, wenn sich zum Beispiel am Freitagabend jemand verletzt. Was wir natürlich alle nicht hoffen wollen", so Evers.

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