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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 04:27 Uhr

Stadtgeschichte : Das unbekannte Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In den Schweriner Höfen ist jetzt eine Ausstellung zur Geschichte der Landeshauptstadt zu sehen

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 23:14 Uhr

Die Geschichte der Landeshauptstadt ist wieder erlebbar. In den Schweriner Höfen ist die Ausstellung „Schwerin – wie es wurde, wie es ist“ eröffnet worden. Sie zeigt die Entwicklung der Stadt von der Besiedlung durch die Slawen bis zur Bezirksstadt.

„Ich finde die Ausstellung super“, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Die Geschichte ist hier lebendig dargestellt – für die Schweriner und für ihre Gäste.“ Das sei ein toller Beitrag zum Welterbeantrag Schwerins.

Initiiert wurde die Ausstellung von Heike Boese, der Verwalterin der Schweriner Höfe. „Unsere zwölfjährige Tochter musste für die Schule einen Vortrag zur Stadtgeschichte erarbeiten. Da haben wir festgestellt, dass es dazu kaum etwas gibt.“ Doch ihr Mann wusste, wen man fragen muss. So kam Heike Boese vor einem dreiviertel Jahr an Norbert Credé, den Chef des Historischen Vereins. Er hatte das 2005 wegen Geldmangels geschlossene Stadtgeschichtsmuseum im Großen Moor geleitet. „Die Exponate sind ja alle noch da“, so Credé. „Wir konnten auf die Ausstellungsstücke zurückgreifen, die einst im Großen Moor gezeigt wurden.“ Innerhalb von nur 14 Tagen haben die ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder die Exposition zusammengestellt und aufgebaut.

Anhand von Modellen, Karten und Abbildungen ist zu sehen, wie sich die Stadt veränderte und entwickelte. Herzstück der Exposition im Brunnenhof sind bis ins kleinste Detail akribisch und liebevoll gestaltete Modelle. Dazu gehört eine Miniatur der Slawenburg Zuarin, eine Szene auf dem Marktplatz um 1780 und das historische Rathaus, das bei einem Stadtbrand den Flammen zum Opfer fiel und dessen Aussehen nur von einem Stich von 1650 bekannt ist. Auch ein Modell des Doms aus der Zeit vor 1889 wird gezeigt. An den Wänden hängen Informationstafeln zu einzelnen Ereignissen in der Stadtgeschichte. Die Besucher können beispielsweise etwas zu den Stadtbränden erfahren oder dazu, wie es war, als die Eisenbahn nach Schwerin kam. Im Mittelpunkt aber steht auf einer großen Platte ein Model der Landeshauptstadt.

Ehemalige und heutige Schweriner können sich von den Exponaten genauso fesseln lassen wie Touristen, Schüler und historisch Interessierte. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Sie ist im Brunnenhof der Schweriner Höfe zu den Öffnungszeiten der Geschäfte montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 16 Uhr zu sehen.


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