Lebensqualität in Schwerin : Das sagen die Leser zur Landeshauptstadt

Die weiße Stadt zählt zu den begehrten Wohnlagen Schwerins. Ein Quadratmeter Bauland kostet dort inzwischen mehr als 100 Euro.  Fotos: Reinhard Klawitter
Die weiße Stadt zählt zu den begehrten Wohnlagen Schwerins. Ein Quadratmeter Bauland kostet dort inzwischen mehr als 100 Euro. Fotos: Reinhard Klawitter

Lob für Familienfreundlichkeit und Kita-Angebote. Kritik an teuren Wohnungen und langen Wartezeiten bei Fachärzten

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09. März 2016, 12:00 Uhr

Unsere Lokaloffensive „Meine Heimat – meine Zeitung“ stellt seit mehreren Wochen die Schweriner Stadtteile und die Gemeinden im Umland vor. Dabei haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch um Bewertungen ihrer Lebensumwelt und um Kommentare zu verschiedenen Bereichen gebeten.

In punkto Familienfreundlichkeit bekommt die Landeshauptstadt von den SVZ-Lesern mehrheitlich gute und sehr gute Noten, nämlich 53 Prozent. „Mit Kindern lässt es sich hier gut leben und wohnen“, schreibt ein Leser und ein anderer kommentiert, Schwerin sei ein „familienfreundlicher Ort“. Die Kinderbetreuungsangebote selbst werden sogar von 64 Prozent als gut und sehr gut bewertet. Kritik gibt es jedoch insbesondere an „fehlenden Hortplätzen“.

Sehr positiv werden auch so genannte weiche Standortfaktoren bewertet. Zwei Drittel loben die Einkaufsmöglichkeiten als gut und sehr gut, 54 Prozent stellen die selbe Note für die kulturellen Angebote aus und sogar 64 Prozent vergeben Bestnoten für die medizinischen Betreuungsangebote. Doch gerade in diesem Bereich gibt es auch massive Kritik. „Zu lange Wartezeiten bei Fachärzten“ heißt es mehrfach. Positiv dagegen finden mehrere Leser den Pflegestützpunkt im Stadthaus: „Großes Lob für diese Arbeit und auch für die Abteilung Hausbetreuung.“

Nicht ganz so gut fallen die Bewertungen in anderen Bereichen aus. Bauherren sehen nur zu 36 Prozent gute Bedingungen in der Landeshauptstadt, 40 Prozent finden sie befriedigend und 24 Prozent eher schlecht. Bemängelt werden vor allem die Preise für Bauland als „zu hoch“. Kritik gibt es aber auch an Mietwohnungen. Dort werden vor allem mehr seniorengerechte Wohnungen und Barrierefreiheit sowie weitere Sozialwohnungen gefordert.

Im Gegenzug dazu gibt es viel Lob für die Nachbarschaftstreffs: „Nebenan ist super“, oder „Treff Eiskristall bietet ebenso wie Wohnungstreff viel“. „Es gibt gute Angebote für Senioren“ und „gute Einbindung von Senioren in ehrenamtliche Tätigkeiten“.

Das Kulturangebot wird mehrheitlich positiv gesehen, aber auch kritisch bewertet. „Es ist gut“, so ein Leser, ein anderer fordert: „Macht die Kultur nicht kaputt.“ „Aber ohne Auto geht gar nichts“, kritisieren gleich mehrere Leser aus dem Umland. Ebenso, dass durch die Neuregelung des Nahverkehrs im Umland die Verbindung zur Stadt schwieriger geworden sei. „Der ländliche Raum ist abgehängt“, heißt es.

Und wie bewerten die Leser ihre Heimatzeitung  ? 71 Prozent meinen, dass wir gut oder sehr gut aus ihrer Wohngemeinde berichten, 47 Prozent loben die kritische Berichterstattung über Missstände. Im Gegenzug heißt das allerdings, dass sich 53 Prozent mehr Kritik durch uns wünschen. Punkten können wir jedoch bei den Kriterien Themenvielfalt und Tiefgründigkeit. Meinungsbildende Beiträge dagegen reichen unserer Leserschaft noch nicht. Da werden wir noch zulegen müssen.

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