zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 14:15 Uhr

Schweriner Koch-Runde : Das nicht ganz perfekte Dinner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fünf Schwerinerinnen gestalten Kochabende mit anonymer Bewertung und Preis für den Gewinner

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Der Tisch gedeckt, der Ofen heiß, die Köchin zunehmend nervöser. „Das Ei darf nicht zu fest werden“, sagt die 27-jährige Jana Wendig. Heute ist ihr Kochabend, sie ist eine von fünf Freundinnen, die eine ganz eigene Version von „Das perfekte Dinner“ ins Leben gerufen haben.

Die Schwerinerin kocht an diesem Abend eine Mischung aus spanischen und mexikanischen Köstlichkeiten. Als Vorspeise gibt es Tapas, also verschiedene kleine Vorspeisen wie Tortilla, Bratpeperoni und Datteln im Speckmantel. „Damit alles noch warm ist, wenn es auf den Teller kommt, ist das Timing wichtig“, erklärt Jana und wendet die Tortilla, ein spanisches Gericht aus Ei und Kartoffeln.

Im Ofen backen währenddessen die Enchiladas – mit Hühnchen gefüllte, gerollte Teigfladen. Die Gäste sind bereits eingetroffen und wurden mit dem Getränk des Abends, einem Caipirinha versorgt.

Gutes Essen gefiel den fünf Schwerinerinnern Alexandra Güdokeit, Charlott Gröning, Katharina Rupnow, Jana Wendig und Nora Schubert schon immer. Die jungen Frauen kennen sich bereits seit der Schulzeit und treffen sich regelmäßig in Restaurants oder Cafés.

„Irgendwann hatte ich die Idee, dass wir selber kochen könnten“, erzählt Charlott Gröning. Sie gab den Anstoß für die Aktion. Aus einer fixen Idee wurde dann jedoch ein echter Plan – nicht nur einfach Kochen sollte es sein, sondern ein perfektes Dinner – eben wie im Fernsehen. Der Bezug zur Vox-Sendung ist markant: Fünf Teilnehmer, wechselnde Kochabende und eine anonyme Bewertung.

„Unser Dinner besteht allerdings nur aus zwei Gängen, jeder entscheidet selbst, ob zum Hauptgericht eine Vorspeise oder ein Nachtisch serviert wird“, erklärt die 27-jährige Katharina Rupnow. An ihrem Abend gab es gebackene Pasta-Nester mit Garnelen und zum Nachtisch einen halbflüssigen Schokoladenkuchen mit Eis und Erdbeer-Basilikum-Püree. Wie die anderen ihr Essen bewertet haben, das weiß sie noch nicht. „Erst am Ende, wenn alle gekocht haben, vergleichen wir die Punkte“, erklärt Nora Schubert, die nach jedem Dinner den Umschlag mit den geheimen Bewertungen mitnimmt und aufbewahrt. Angst, dass sie dabei mal vorab einen Blick in die vergebenen Punkte wirft, haben die anderen vier nicht. Und das obwohl sich der Preis für das beste Essen sehen lassen kann: „Die Gewinnerin wird von allen anderen zum Essen in ein Restaurant ihrer Wahl eingeladen“, so Schubert.

Bei ihrem Dinner geht es den fünf Freundinnen aber nicht allein ums Essen. „In erster Linie war es uns wichtig, dass wir uns regelmäßig treffen können. Das ist bei fünf arbeitstätigen Mädels gar nicht so einfach“, erklärt Alexandra Güdokeit. Auch das ist ein Unterschied zum TV-Format, die Kochabende der Schwerinerinnen finden nicht etwa eine Woche lang jeden Abend, sondern in etwa alle zwei bis drei Wochen statt. „So hat man sich wenigstens jedes Mal wieder etwas Neues zu erzählen“, berichtet Alexandra mit einem Augenzwinkern.

Janas Vorspeise ist fertig geworden und wird serviert. „Auch wenn wir uns alle ewig kennen, aufgeregt ist man irgendwie trotzdem“, bestätigt sie und ist gespannt, wie die anderen auf ihr Essen reagieren. Denn trotz aller Freundschaft: Gewinnen möchte jede der fünf Frauen.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen