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Schwerin: Marienplatz-Galerie wirbelt Einzelhandel durcheinander : Das große Umziehen

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In knapp einem Monat wird die Marienplatz-Galerie mit knapp 60 Läden im Herzen der Stadt neu eröffnet. Verkraftet das die Schweriner Geschäftswelt, fragen sich viele Bürger besorgt.

svz.de von
erstellt am 14.Apr.2011 | 09:05 Uhr

In knapp einem Monat wird die Marienplatz-Galerie mit knapp 60 Läden im Herzen der Stadt neu eröffnet. Verkraftet das die Schweriner Geschäftswelt, fragen sich viele Bürger besorgt und prophezeien einen Leerzug der Innenstadt-Straßen zu Gunsten des neuen Shopping-Giganten am Marienplatz. Doch zumindest in den Boulevard kommt jetzt Bewegung.

Der Eck-Laden im Demmlerhaus am Pfaffenteich beispielsweise hat schon einen neuen Mieter. Dort will die Mühlenbäckerei mit Sitz auf dem Biohof in Groß Medewege ihr erstes eigenes Geschäft in Schwerin eröffnen. Ihre Brote und Backwaren gibt es bislang in den Bioläden und im Verkaufswagen auf den Frischemärkten. "Als ich hörte, dass der Laden frei wird, habe ich sofort zugegriffen", sagt Mühlenbäcker Christian Fries, der als Ein-Mann-Betrieb in den 90er-Jahren begann und heute rund 40 Mitarbeiter beschäftigt. "Es ist eine tolle Lage, um Touristen anzusprechen. Und alle Schweriner, die uns bislang nicht kennen, werden uns dort am Pfaffenteich sicher kennen lernen." Eröffnung ist am nächsten Dienstag. Neben dem reinen Verkauf soll es auch ein kleines Bio-Café in dem 35-Quadratmeter-Laden geben. In 1a-Lage am Pfaffenteich hatte zuvor ein Juwelier jahrelang sein Geschäft betrieben - er will jetzt in die Marienplatz-Galerie umziehen.

Auch der Schuhhof in der Mecklenburgstraße hat seine Kartons bereits zusammengepackt für die Neueröffnung in der Galerie. An seiner Stelle in der City hat vor wenigen Tagen der Herrenausstatter "engbers" eine weitere Filiale in Schwerin eröffnet. Mit 285 Geschäften ist "engbers" mittlerweile in Deutschland und Österreich vertreten.

Eines der größten Sorgenkinder der Schweriner ist das Eckhaus zur Geschwister-Scholl-Straße. "Am Tag der offenen Tür im Stadthaus war eine der Fragen, die mir am meisten gestellt wurde: Was passiert mit dem C&A-Haus?", berichtet Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. C&A wird im Mai auf gleich drei Stockwerken in der Marienplatz-Galerie vertreten sein, der Mietvertrag in der Filiale in der Mecklenburgstraße läuft zum Jahresende aus. Mehrere Interessenten haben sich nach SVZ-Informationen das Objekt schon näher angeschaut, darunter eine in Schwerin bislang noch nicht vertretene Kaufhauskette und ein Textilhaus. Auch Angelika Gramkow hatte bereits Ideen für die Zukunft der Geschäftsräume: Die Wirtschaftsförderung sollte ihre Fühler in Richtung des Deko- und Einrichtungsgeschäfts "Depot" ausstrecken und möglicherweise Kontakte herstellen, so der Vorschlag der Verwaltungschefin. "Doch unabhängig von uns hatte die Tenkhoff-Gruppe auch schon mit der Gries Deco Company verhandelt", so Wirtschaftsamtsleiter Bernd Nottebaum. "Depot kommt nun in die Marienplatz-Galerie."

Auch für den Rewe-Markt, der aus der Burgsee-Galerie fortziehen wird, scheint laut Nottebaum eine Lösung gefunden: Der kleine Discounter-Bruder Penny werde wohl die Räume übernehmen.

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