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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 00:26 Uhr

Buckelpisten : Das große Löcherstopfen beginnt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Baudezernent: Stadt repariert Straßen mit Hochdruck, doch oft helfe nur grundlegende Erneuerung, aber dafür fehle Geld

von
erstellt am 20.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Die vielen Schlaglöcher in den Straßen der Landeshauptstadt nerven nicht nur die Autofahrer, sondern halten auch die Reparaturtrupps in Atem: „Wir haben am Montag endlich Heißasphalt aus dem Mischwerk Wittstock bekommen. Das hilft uns entscheidend weiter, denn die Kaltmischung hält manchmal nur ein paar Stunden und wird dann von schweren Lastern wieder herausgedrückt. Das mussten wir Am Grünen Tal in den vergangenen Tagen immer wieder erleben“, berichtet Ilka Wilczek, die Leiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS). Da viele Asphaltmischwerke im Winter geschlossen seien, sei es schwierig, aufwändig und teuer, an den begehrten Heißasphalt heranzukommen. Und auch der helfe nur begrenzt, mache die Fahrbahn zum Flickenteppich. „Wirklich helfen kann in vielen stark frequentierten Bereichen wie etwa der Straße am Grünen Tal, der Hamburger Allee oder der Ratzeburger Straße nur eine Komplettsanierung, ein so genannter grundhafter Ausbau der Straße“, weiß Wilczek aus langjähriger Erfahrung.

Doch dafür fehlt der Stadt das Geld. „Wir machen, was wir können, doch mehr geht angesichts der angespannten Haushaltslage nicht“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Die Reparaturtrupps der SDS machen alles, was möglich ist, das kann ich versichern“, erklärt Nottebaum. In den vergangenen Jahren sei die Landeshauptstadt deutlich vorangekommen bei der Straßensanierung, betont der Baudezernent.

Tatsächlich kann der Winter den erneuerten Haupttrassen wie Werderstraße, Güstrower Straße, Möwenburgstraße, Graf-Schack-Allee, Bürgermeister-Bade-Platz, Obotritenring und vielen anderen Straßenzügen kaum etwas anhaben. Doch die Mehrheit der Straßen von Schwerin ist eben noch nicht saniert. Und da gibt es offensichtlich viele katastrophale Bereiche.

„Wir reparieren nach einer Prioritätenliste“, erläutert Wilczek. Vorrang haben die Hauptstraßen, dann kommen die anderen. Es sei denn, dass besonders große oder tiefe Löcher den Verkehr gefährden. Dann müsse sofort gehandelt werden. „Wenn wir Hinweise auf solche Gefahrenherde über das Beschwerdemanagement der Stadtverwaltung bekommen, versuchen wir, möglichst rasch zu handeln“, versichert SDS-Bereichsleiter Axel Klabe. Das sei zum Beispiel am letzten unsanierten Teil des Obotritenrings der Fall gewesen oder am Grünen Tal, berichtet Ilka Wilczek.

 

 

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