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Trecker-Treck: Hut ab vor Zietlitz : Das Formel-1-Rennen der Bauern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Traktoren sind Nutzfahrzeuge, doch zum Trecker-Treck in Banzkow kommen sie auch zum sportlichen Wettkampf angerollt

Wenn Kasimir anrollt, dann machen alle ehrfürchtig Platz. Gebaut im sowjetischen Kirow-Werk, um Raketen zu schleppen, später gebraucht in der DDR, um riesige Felder zu beackern – das ist der K 700. Ein halbes Dutzend Besitzer dieser vor Kraft strotzenden Ungetüme haben sich angemeldet, um beim Trecker-Treck im Banzkower Neddelrad am Pfingstwochenende 14./15. Mai an den Start zu gehen. „Das ist die Königsklasse“, sagt Marco Jennerjahn. Er ist 33 Jahre alt, gelernter Landwirt und gehört zum ZT-Team Zietlitz. Sich dort zu engagieren, das bedeutet: planen, organisieren, anpacken. „Viel Schlaf werden wir zu Pfingsten nicht bekommen“, weiß Jennerjahn aus Erfahrung, denn das ZT-Team kümmert sich seit Jahren in Banzkow darum, dass alles so reibungslos wie möglich über den Acker geht. Besonders wenn es, so wie in diesem Jahr, um die Jubiläumsveranstaltung geht. „In Banzkow fand 1996 der erste Trecker-Treck in Mecklenburg statt“, sagt Dieter Götting, der vier Jahre später bei dieser Veranstaltung einstieg und bis vor kurzem für die technische Abnahme zuständig war. Trecker-Treck, was ist das eigentlich? „Wir nennen das so. Einige sagen aber Traktor-Pulling oder auch Bauern-Formel 1 dazu“, weiß Marco Jennerjahn.

Einen Bremswagen hinter sich herziehen, damit so weit wie möglich zu fahren, darum geht es. Rund 70 Freunde dieses sportlichen Vergleichs haben sich mit ihren serienmäßigen oder aufgemotzten Traktoren angekündigt, um in 32 Wettkampfklassen um Pokale zu kämpfen und bestmöglichst die 80 Meter lange Strecke komplett zu meistern.

Los geht es am Sonnabend, 14. Mai, um 12 Uhr mit dem Fun-Pulling. „Da führen wir ein Quad- und Rasentraktor-Pulling durch“, sagt Dieter Götting. Wer in dieser Kategorie mitmachen möchte, sollte mindestens zehn Jahre alt sein. Wer will, kann sich an diesem Tag auch noch bis 11 Uhr vor Ort anmelden. Das beliebte Nacht-Pulling beginnt um 19 Uhr. Die Spätvorstellung wird abgerundet mit einer Show und Musik von einem Helene-Fischer-Double und einem Feuerwerk. Am Pfingstsonntag, 15. Mai, können sich Aktive bis 8 Uhr anmelden, bevor ab 9 Uhr in 19 Klassen die Motoren der Traktoren aufheulen.

Vor 20 Jahren, als der Trecker-Treck in der Region aus einer Bierlaune heraus aus der Taufe gehoben wurde, waren Teilnehmer- und Zuschauerzahl überschaubar. „Im vergangenen Jahr hatten wir zwischen 4000 und 5000 Besucher. Mehr geht nicht“, sind sich die Organisatoren einig, die ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Aktiven und Zuschauer legen. Mittlerweile ist der Abstand zwischen Rennstrecke und Zuschauerbereich vergrößert worden. „Sicher ist sicher“, sagt Marco Jennerjahn.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter den Rufnummern 0170/4696412 (Jennerjahn) oder 0173/9705266 (Götting).

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erstellt am 06.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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