Holperpiste in Schwerin : Das Ende des Flickwerks

Schlagloch an Schlagloch: Die Rogahner Straße wird seit Jahren nur notdürftig geflickt. Damit soll nun Schluss sein. 2017/18 ist eine grundlegende Sanierung geplant.
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Schlagloch an Schlagloch: Die Rogahner Straße wird seit Jahren nur notdürftig geflickt. Damit soll nun Schluss sein. 2017/18 ist eine grundlegende Sanierung geplant.

Rogahner Straße wird von 2017 an saniert - Verwaltung stellte Pläne im Görrieser Ortsbeirat vor

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16. Juni 2016, 21:00 Uhr

Im Frühjahr 2017 soll es endlich soweit sein: Die Rogahner Straße wird saniert. „Wir hätten die Straße gerne früher gemacht“, sagte Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Fachdienstes Verkehrsmanagement, jetzt im Görrieser Ortsbeirat. Aber der Haushalt habe die benötigten Mittel bislang nicht hergegeben. Rund 4,5 Millionen Euro soll das Projekt voraussichtlich kosten. Die Stadt hoffe auf eine mindestens 50-prozentige Förderung durch das Land, betonte Baudezernent Bernd Nottebaum.

1500 Meter lang ist die Rogahner Straße, die auf schwierigem Grund ruht. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Mit dem Flickwerk vergangener Jahr soll nun Schluss sein, auch mit dem Fahrlärm, der an den Nerven der Anwohner zerrt. Eine Asphaltdecke werde die Rogahner Straße bekommen, mehrere Mittelinseln zum leichteren Überqueren der Straße und jeweils 1,5 Meter breite Fahrradschutzstreifen wie auf dem Obotritenring, erläuterten die Planer. Zwischen der Ortsumgehung und dem Schulzenweg solle es einen beidseitigen Gehweg geben, danach in Richtung Stadt nur noch einen einseitigen – allerdings nicht wie bisher auf der Seite der Bahnlinie, sondern auf der Anwohnerseite.

Gebaut werden soll 2017/18 in mehreren Abschnitten. Los geht es mit der Erneuerung des Durchlasses in Richtung Dwang. Autofahrer müssten sich in allen Bauphasen auf Teil- oder Vollsperrungen einstellen, sagte Fachdienstleiter Smerdka. Die Anlieger könnten ihre Grundstücke aber in jeder Phase erreichen, versicherte er.

Für Diskussionen in der Ortsbeiratssitzung, die mehr als 20 Interessierte verfolgten, sorgten vor allem die Pläne für eine Verlegung des Gehwegs. Wunsch mancher Anwesender: Der Weg vom Schulzenweg bis zum Obotritenring solle als kombinierter Geh- und Radweg auf der jetzigen Seite erhalten bleiben. Ins Gespräch gebracht wurde auch eine Wegführung durch das angrenzende Kleingartengebiet. „Wir werden die Vorschläge noch einmal prüfen“, kündigte Dezernent Nottebaum an.

Eine weitere Sorge der Anwohner konnte die Verwaltung jedoch nicht völlig zerstreuen: dass auf der sanierten Straße mit dann erlaubten Tempo 50 noch mehr Lastwagen rollen werden.

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