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Eigene vier Wände gefragt : Das Baugeschäft brummt weiter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sparkasse Mecklenburg-Schwerin zieht positive Bilanz, spricht sich aber gegen Gewinnausschüttungen an Stadt und Landkreis aus

Niedrigzinsen? Weltwirtschaftskrise? Fehlendes Vertrauen in Banken? Für die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin ist das alles kein Thema. Ganz im Gegenteil. Vorstandsvorsitzender Kai Lorenzen zieht für das vergangene Jahr eine äußerst beruhigende Bilanz für das mittelständische Geldinstitut. Mit 5,1 Millionen Euro Gewinn und einem Eigenkapital von 115 Millionen Euro kann das kommunale Kredithaus auf ausgezeichnete Ergebnisse verweisen. Diese Zahlen seien ein deutliches Zeichen für „das hohe Vertrauen unserer mehr als 145 000 Kunden in das nachhaltige und erfolgreiche Geschäftsmodell der Sparkasse“, betont Lorenzen.

Einen wichtigen Part übernimmt dabei das Baugeschäft, wie Vorstandsmitglied Ulrich Kempf berichtet. Allein im vergangenen Jahr habe die Sparkasse 131 Objekte mit einem Kaufpreisvolumen von 15 Millionen Euro vermittelt. Auch als Baufinanzierer habe sich die Sparkasse in der Region als Marktführer etabliert: 709 Baufinanzierungen mit einem Volumen von 72 Millionen Euro gingen im vergangenen Jahr über den Tisch der Sparkassenexperten. „Bausparen bleibt auch weiterhin für unsere Kunden ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Eigentum“, betont Kempf. Allein 2013 gab es in diesem Bereich bei der Sparkasse ein Neugeschäft in Höhe von 55 Millionen Euro. „Die Kunden werden nach dem Ansturm auf die Immobilie als Wertanlage auch erfreulicherweise wieder anspruchsvoller“, berichtet Kempf aus seinen Erfahrungen. „Es wird wieder verstärkter auf Lage und Ausstattung geschaut.“

Ein besonders wichtiger Aspekt wird dabei in diesem Jahr auch eine neue Vorschrift: Vom 1. Mai an kann eine Immobilie nur noch dann verkauft werden, wenn es einen Energieausweis für das Haus gibt. „Unsere Berater sind darauf vorbereitet. Wir kooperieren mit der Wemag und stehen den Verkäufern helfend zur Seite“, verspricht Kempf.

Auf die steigende Nachfrage im Baugeschäft hat die Sparkasse bereits reagiert. Zusätzlich zum Schweriner Immobiliencenter in der Mecklenburgstraße, wo Berater und Baufinanzierer Hand in Hand arbeiten, gibt es in Hagenow ein weiteres Immobiliencenter mit acht Spezialisten. Darüber hinaus stünden in allen 22 Geschäftsstellen zwischen Boizenburg und Schwerin-Lankow erste Ansprechpartner zur Verfügung, betont Kempf.

Von der positiven Bilanz profitiere die gesamte Region, betont Vorstandsvorsitzender Lorenzen. Rund 1,4 Millionen Euro gab die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin im vergangenen Jahr über Spenden, Sponsoring und Stiftungen für das Gemeinwohl aus. Dass die defizitären Kommunalhaushalte vom Sparkassen-Erfolg profitieren – davon hält Lorenzen allerdings wenig. Zur Erinnerung: Die Schweriner Stadtvertreter hatten bereits vor einem Jahr beschlossen, dass das kommunale Geldinstitut 1,5 Millionen Euro in die Stadtkasse stecken soll. Ein Beschluss, der im Übrigen vom Innenministerium und vom Beratenden Beauftragten begrüßt wird. Der Verwaltungsrat der Sparkasse, dem je zu einem Drittel Vertreter der Landeshauptstadt, des Altkreises Ludwigslust und Mitarbeiter angehören, hat das abgelehnt. „Wir werden das unserem Aufsichtsgremium auch weiterhin empfehlen“, sagt Lorenzen. Denn die Eigenkapitalsicherung der Sparkasse stehe an erster Stelle – vor allem angesichts der weiter andauernden Niedrigzinsphase und der erheblichen Regularien, mit denen die Europäische Union die Banken überzieht – auch die Sparkassen.

Nach der Fusion zum Großkreis Ludwigslust-Parchim wäre im Übrigen auch eine Fusion der Sparkassen naheliegend. Das sei aber derzeit überhaupt kein Thema, sagt Lorenzen. „Aber wir arbeiten verstärkt mit Parchim-Lübz zusammen.“

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erstellt am 25.Apr.2014 | 22:00 Uhr

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