Schwerin : Dampfross flott gemacht

Im Dampflokwerk im thüringischen Meiningen wurde die 91134 für die Reparaturen zunächst komplett zerlegt.
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Im Dampflokwerk im thüringischen Meiningen wurde die 91134 für die Reparaturen zunächst komplett zerlegt.

Traditionslok der Mecklenburgischen Eisenbahnfreunde wird in Thüringen repariert

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26. August 2015, 12:00 Uhr

Gebaut wurde sie 1898 von der Elsässischen Maschinenfabrik Graffenstaden. 1947 kam sie nach Schwerin, versah bis 1963 ihren Dienst als Rangierlok. 1985 holten Eisenbahner des Bahnbetriebswerks sie wieder in die Bezirksstadt, heute ist sie der Star im Mecklenburgischen Eisenbahnmuseum: die Dampflokomotive 91 134. Wer die Lok aktuell in Schwerin bestaunen möchte, muss sich jedoch etwas gedulden. Im Dampflokwerk im thüringischen Meiningen wurde das technische Kleinod komplett zerlegt, um notwendige Reparaturen durchführen zu können.

„Der vordere Teil der Bodenplatte des Langkessels muss unter anderem ersetzt werden“, sagt der Vorsitzende der Mecklenburgischen Eisenbahnfreunde, Frank Fischer. Sanierungsbedarf gäbe es auch bei der Rauchkammer, am so genannten Stiefelknecht und an der Feuerbüchse. Zudem müssten kleine Risse am Rahmen beseitigt und der Verbindungssteg zwischen den Rahmenwangen erneuert werden, so Fischer.

Knapp 500 000 Euro habe die Europäische Union als Fördermittel für die Sanierung in Aussicht gestellt, berichtet der Vereinsvorsitzende. Auch die Eisenbahnfreunde und die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS), bei der die 91 134 offiziell registriert sei, würden einen Teil der Kosten übernehmen.

Im November soll die Lok nach Schwerin zurückkehren – und danach auch wieder auf Tour gehen. „Unsere 91 134 ist die älteste betriebsbereite Normalspur-Dampflokomotive Deutschlands“, sagt Vereinschef Fischer stolz.

Das Eisenbahnmuseum hinter dem Schweriner Hauptbahnhof ist am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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