zur Navigation springen

Stadt prüft das Sparen an Straßenbeleuchtung : Dämmerung in Schweriner Straßen

vom

Stehen Schweriner bald im Halbdunkel? Die Landeshauptstadt könnte mit abgedimmter Straßenbeleuchtung laufende Kosten herunterregeln, allerdings müsste sie dafür in neue Anlagen investieren.

Schwerin | Stehen Schweriner bald im Halbdunkel? Die Landeshauptstadt könnte mit abgedimmter Straßenbeleuchtung laufende Kosten herunterregeln, allerdings müsste sie dafür in neue Anlagen investieren. Gleichzeitig macht der marode Zustand einiger Laternen Notfall-Erneuerungen nötig. Vier Millionen Euro muss die Stadt in den kommenden drei Jahren investieren, wie aus einem Zustandsbericht der Verwaltung hervorgeht. Tut die Stadt nichts, liegen einige Straßen voraussichtlich bald im Dunkeln.

Mit Finsternis "in verkehrsarmen Zeiten" lassen sich die "größten Einsparungen erzielen", heißt es im Bericht des Amtes für Verkehrsmanagement. In wenig befahrenen Straßen schaltet die Stadt zu Testzwecken einige Laternen ganz ab, ließ aber "Orientierungsbeleuchtung" an, die jedoch "sehr ungleichmäßig" ausleuchtet. Ein Nachteil, den das dauerhafte Dimmen der Straßenbeleuchtung nicht zeigt. "Die Einsparungen betragen gegenüber der Abschaltung allerdings nur zirka 70 Prozent", teilt Carsten Bierstedt vom Verkehrsmanagement mit. Um das Licht von bestehenden Anlagen herunterzudrehen, müssen diese nachgerüstet werden. Bevor die Stadt mit Dimmern sparen kann, muss sie zunächst Geld in die Hand nehmen - immer noch weniger, als für umweltfreundliche LED-Leuchten. Eine LED-Anlage erhellt bereits den Grünzug vom Berliner Platz zur Plater Straße. Eine weitere wird zurzeit im Wohngebiet Krebsbachaue installiert. Ein Vergleich von LED-Technik und anderen Leuchtmitteln mit Masthöhen von acht Metern zeigt, "dass andere Leuchtmittel bei Betrachtung des gesamten Lebenszyklus der Anlagen noch effizienter sind". Damit erteilt Bierstedt der LED-Lampe als lohnende, umweltgerechte Straßenbeleuchtung offenbar eine Abfuhr.

Dennoch bleibt die Frage, welche Technik Schwerin in den Straßen installieren wird, wo bislang noch überalterte Laternen leuchten. Bierstedt geht von einer durchschnittlichen Lebensdauer von 20 Jahren pro herkömmlichem Mast und Leuchte aus. In Anlagen, die vor dem Jahr 1990 errichten worden waren, "müsste dringend investiert werden", teilt der Verkehrsplaner mit. Alle vier Jahre müssen Mitarbeiter auf Kontrollgängen regelmäßig den Zustand der Laternen festhalten. Das reicht bei älteren Masten häufig nicht aus, denn einige Konstruktionen "haben in größerer Zahl versagt", wie Bierstedt erklärt. Handlungsbedarf bestehe. So hilft es zwar, dass auch Schweriner per Hotline Hinweise auf defekte Anlagen und dunkle Straßen geben. Langfristig muss die Stadt jedoch über große Investitionen nachdenken.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Dez.2011 | 09:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen