Friedrichsmoor : Dämme an der Stör werden saniert

Kreuzungspunkt an der Hohen Brücke: An der Verladestation wird das Baumaterial vom Land- auf den Wasserweg gebracht.
Kreuzungspunkt an der Hohen Brücke: An der Verladestation wird das Baumaterial vom Land- auf den Wasserweg gebracht.

Verladestation an der Hohen Brücke fertig: Bis zum nächsten Frühjahr wird der Damm nahe der Gaartzer Brücke saniert

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02. Juni 2016, 12:00 Uhr

Jetzt kann die Dammsanierung am Störkanal richtig beginnen: Die Verladestation an der Hohen Brücke bei Friedrichsmoor steht. Sie ist nötig, um das über die Kreisstraße herangeschaffte Baumaterial störaufwärts zur ersten Baustelle an der Bundeswasserstraße zu bringen. Nahe der Gaartzer Brücke soll bis zum nächsten Frühjahr der Damm auf der rechten Uferseite, also auf der Jameler Seite, auf einer Länge von rund zwei Kilometern verbreitert, erhöht und damit stabiler werden. Das kostet rund zwei Millionen Euro.

Bereits im vorigen Herbst waren dafür Baumfällarbeiten durchgeführt worden. Der Bau der Verladestation schloss sich an. Dafür mussten unterhalb der Hohen Brücke auf einer Länge von 100 Metern Spundwände in den Boden gerammt, der Bereich dahinter befestigt werden. Diese Verladestation wird ihrem Namen voll gerecht. Denn allein für den ersten Bauabschnitt müssen tausende Tonnen Baumaterial hier umgeladen werden. Allein rund 3000 Tonnen alte Wasserbausteine müssen raus. Die alten Schlackesteine werden nicht wieder eingebaut, sondern durch Natursteine ersetzt. Zum Dammaufbau sind rund 35000 Tonnen Sand nötig. Außerdem müssen noch rund 3500 Tonnen Oberboden und rund 3000 Tonnen Auflastfilter, das ist Spezialmaterial auf der wasserabgewandten Seite des Dammfußes, verarbeitet werden, erläutert René Römer, Bauüberwacher vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg. Dass die letzte Strecke zur Baustelle auf dem Wasser absolviert werden muss, ist eine konkrete Auflage in der Baugenehmigung. Damit soll die Natur an der Stör geschont werden. Diese Verladestation wird zudem für die Sanierung der weiteren Dammabschnitte an Stör und Elde genutzt.

Denn das Gesamtprojekt umfasst die Sanierung von Dämmen links und rechts der Wasserstraße in den nächsten zehn Jahren – auf rund 20 Kilometern. Etwa 20 Millionen Euro soll das kosten. Damit wird die Standsicherheit der Dämme wieder hergestellt und die Region zwischen Banzkow und Neustadt-Glewe vor Hochwasser geschützt.

Dass das notwendig ist, zeigte sich zu Beginn des Jahres: Zwischen der Hohen und der Gaartzer Brücke gab es an einem Seitendamm der Stör einen Bruch (SVZ berichtete). Da die Vorbereitungen für die Sanierung schon liefen, konnte die etwa fünf Meter breite Bresche mit Wasserbausteinen und Kies schnell geschlossen, der Damm stabilisiert werden. Diese Bruchstelle liegt nicht im jetzt zu sanierenden Dammabschnitt, aber in einem der folgenden, erläutert René Römer.

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