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Museum in Schwerin : Dach wird saniert – Zentrum schließt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dokumentationsstelle für Opfer der Diktaturen macht nächstes Jahr wieder auf

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Das Glasdach über dem ehemaligen Gefängnistrakt stammt wohl noch aus der Zeit, als das Justizgebäude am heutigen Demmlerplatz erbaut wurde – 1916. Reparaturarbeiten hat es in der Vergangenheit gegeben, aber nun soll das Dach grundlegend saniert werden. Konsequenz: Das Dokumentationszentrum des Landes für Opfer der Diktaturen in Deutschland, das im früheren Gefängnishaus untergebracht ist, muss vom 1. April an voraussichtlich bis Ende des Jahres schließen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. Aber durch die Arbeiten am Dach würden vermutlich die Abläufe im Dokumentationszentrum beeinträchtigt, außerdem könnten Besucher gefährdet werden.

Seit gut einem Jahr laufen die Sanierungsarbeiten am Gebäude, das die Stasi als Untersuchungsgefängnis nutzte. „Mit dem Kopfbau und der Außenfassade zum Obotritenring sind wir fast fertig“, erläutert Architekt Thomas Schlutt. Die Arbeiten am Glasdach, bei denen unter anderem bleihaltige Farbe abgetragen werde, markierten nun den Übergang zum zweiten Bauabschnitt, Abschnitt drei umfasse die Südfassade.

Im Laufe des nächsten Jahres solle die gesamte Sanierung abgeschlossen sein, sagt Robert Klaus vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften. Kosten: rund 2,1 Millionen Euro, gefördert mit 1,5 Millionen Euro aus dem so genannten Mauerfonds. „Nach der Sanierung werden wir in der ehemaligen Werkstatt auch einen zusätzlichen Raum für die Gruppenarbeit haben“, betont Landeszentralen-Chef Schmidt.

Um 19 Uhr beginnt heute die letzte Abendveranstaltung des Jahres im Dokumentationszentrum am Obotritenring 106. Dr. Roger Engelmann präsentiert den Abschlussband der Reihe „Anatomie der Staatssicherheit“.

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