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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 16:50 Uhr

Herbstputz : Crivitzer putzen Bauareal heraus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Herbstputz wurde die erschlossene Fläche in der Lindenallee von Unkraut und Gras gesäubert: Stadt sucht für Bebauung Investor

von
erstellt am 11.Okt.2015 | 23:06 Uhr

Der Arbeitseinsatz hat sich gelohnt: Das Areal an der Lindenallee am Stadtrand von Crivitz kann sich wieder sehen lassen. Parktaschen, Gehwege und Wendeschleifen sind gut zu erkennen. Rund 20 Helfer einschließlich der Männer vom Stadtbauhof haben die Flächen in zum Teil mühseliger Arbeit beim Herbstputz am Sonnabend hergerichtet.

Es handelt sich um eine bebaubare Fläche mit 65  000 Quadratmetern – voll erschlossen, sagt Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm. Die Stadt hatte nach der Wende hier mehrere mehrgeschossige Wohnhäuser geplant. Ein B-Plan ist aufgestellt worden. Doch gebaut wurde kein einziges Gebäude. Es gab wohl keinen Bedarf mehr für Wohnungen in solchen mehrgeschossigen Häusern, heißt es heute. Das Areal blieb ungenutzt. Das einzige, was sich hier entwickelte, war Unkraut. Und das gleich zuhauf. Es überwucherte die gepflasterten Gehwege, die Parktaschen, und auch die Wendeschleifen waren nicht unbedingt als solche zu erkennen. Die Männer vom Stadtbauhof haben im Jahr immer wieder mal das hohe Unkraut gemäht, mehr sei aber nicht möglich gewesen, erklärt die Bürgermeisterin.

Jetzt rückte die Stadt dem Areal mit vereinten Kräften, moderner Technik sowie mit Schaufel, Harke und Besen zu Leibe. Erfolgreich. Die Fläche sieht wieder ordentlich und gepflegt aus. Karin Pyrek, die mitangepackt hat, sagt: „Diese voll erschlossene Fläche ist seit Jahren das Sorgenkind der Stadt. In den zurückliegenden Jahren hat sich ja nichts getan.“ Schade findet sie, dass so wenig Freiwillige gekommen sind. Von rund 1000 Einwohnern in der Crivitzer Neustadt seien nicht mal eine Handvoll Helfer da gewesen.

Unterstützung kam hingegen von der Reinigungs- und Kommunaltechnik GmbH, kurz Reitec, aus Crivitz. Geschäftsführer Martin Wisniewski selbst lenkte eine Multifunktionsmaschine, die mit einer Wildkrautbürste ausgestattet war. Damit wurde Unkraut und Gras an Gehwegen oder Parktaschen beseitigt. Die Firma habe den Herbstputz genutzt, um der Stadt zu helfen, gleichzeitig stellte sie ihre moderne Technik im Einsatz vor. So eine Multifunktionsmaschine – Kostenpunkt um die 100  000 Euro – müsste sich die Stadt eigentlich anschaffen, meinte die Bürgermeisterin, wenn die Kommune ihre Pflegearbeiten selbst lösen wolle.

Das Großreinemachen hat einen Hintergrund: Die Stadt will einen Investor suchen und ihn dafür gewinnen, gemeinsam den B-Plan zu ändern. Denn das koste grob geschätzt 30  000 bis 50  000 Euro. Es gibt Vorstellungen, hier seniorengerechte Wohnungen zu bauen. Ein neuer B-Plan würde dann auch den Bau von Einfamilienhäusern ermöglichen. Kommunale Grundstücke in der Stadt sind rar geworden. Im Wohngebiet Trammer Straße gibt es nur noch einige wenige, erklärt Brusch-Gamm. Hier in der Lindenallee könnte es eine Alternative geben. Daher wolle die Stadt verstärkt versuchen, für das nun wieder ansehnliche Areal einen Investor zu finden.

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