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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 07:08 Uhr

Einigung : Crivitzer Essensstreit beigelegt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter mussten Kündigung für zwei Schulen zurücknehmen, dennoch treten mit Jahreswechsel Neuregelungen in Kraft

svz.de von
erstellt am 16.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Das Wichtigste vorweg: Sowohl die Schüler der Grundschule als auch die der Regionalen Schule, die Mittag essen, erhalten auch im Januar an jedem Schultag eine bestellte, warme Mahlzeit. An der Grundschule werden weiterhin Essen der Demener Firma UWM ausgegeben. An der Regionalen Schule gibt es einen Wechsel des Anbieters. Die Stadtvertreter entschieden sich am Montagabend im geschlossenen Teil der Sitzung für Schwerin Menü.

Das Komplizierte hierbei: Dass es an der Grundschule keine Neuvergabe gab, hat rechtliche Gründe. Die Kündigung der Essenversorgung für die beiden städtischen Schulen war unvollständig. Das musste Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm im öffentlichen Teil der Sitzung einräumen. UWM zeigt sich aber kompromissbereit. Sie akzeptiert eine Sonderkündigung zur Essensversorgung an der Regionalen Schule, dafür gelten die Verträge zur Grundschule weiter.

Das Strittige zuvor: In der Vergangenheit gab es vor allem an der Regionalen Schule Kritik an den Demenern. Von zu kleinen Portionen und Abrechnungsproblemen war die Rede. Die Schulkonferenz hatte im Frühjahr für einen Wechsel des Essenanbieters votiert. Und von etwa 280 Schülern in der Neustadt bestellten zuletzt 40 bis 50 ein Mittag bei UWM. An der Grundschule gab es keine Kritik. Jedenfalls keine öffentlich geäußerte. Und dort essen heute etwa 150 von 265 Schülern zu Mittag. Die Schulkonferenz votierte im Frühjahr für UWM.

Das Angestrebte jetzt: Die Stadt Crivitz möchte eine Verbesserung der Essensversorgung einschließlich des Umfeldes erreichen. Dem will sich UWM stellen, betont Geschäftsführer Wolfgang Höfer: „Darüber werden wir im Januar mit Eltern und der Essenkommission reden.“ Auf jeden Fall soll im Januar die Abrechnung erst im Nachgang erfolgen. Ob es bei dieser Regelung oder der Rückkehr zur Vorkasse bleibt, ließ Höfer offen.

Das Unkalkulierbare dabei: Das sind die kurzfristigen Bestellungen, die zu Wochen- und Monatswechseln anfallen. „Wir hatten schon in einer Nacht von Sonntag zu Montag mehr als 1000 eingehende Essensbestellungen“, erzählt Höfer. Montagmorgen darauf zu reagieren, frische Zutaten nachzuordern, alles zu kochen und pünktlich auszuliefern, sei eben nur mit Mehraufwand und Mehrkosten zu schaffen. „Das Problem ist nicht neu“, ergänzt Höfer. UWM will diese Kosten aber nicht länger einfach auf alle Kunden abwälzen. Wie da eine faire Regelung aussehen kann, auch darüber will Höfer mit den Eltern und Vertretern der Schulen reden.

Das Nötige darüber hinaus: An der Crivitzer Grundschule muss sich an der Essenausgaben selbst alles ändern. Die Baracke ist marode, eigentlich abbruchreif. Das sieht auch Britta Brusch-Gamm so. Innerhalb der grundlegenden Sanierung der Grundschule soll da Abhilfe geschaffen werden. Aber noch gibt es keinen Starttermin dafür, weil die Stadt auf Fördermittel wartet. Sobald alles klar ist, soll aber mit der Essenausgabe angefangen werden.

Das Übergreifende im Blick: Die Firma UWM kocht für die meisten Crivitzer Kinder Mittagessen. Denn neben der Grundschule beliefern die Demener auch das Gymnasium und die evangelische Kita. Am Gymnasium startet im Januar das Projekt „neue Kantine“. „Wir sind schon sehr gespannt drauf, wie das angenommen wird“, betont Höfer.

Das Essbare am Ende: Bei UWM werden etwa 6500 Essen gekocht, hinzu kommen Frühstücks- und Vesper-Mahlzeiten. Alle Essen werden entsprechend der Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hergestellt, so Höfer.

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