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Stadtkirchentag in Crivitz : Crivitzer Christen zeigen sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Stadtkirchentag zeigten Vertreter von drei Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen, was sie zu bieten haben

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 08:00 Uhr

„Wir gehen raus, um zu zeigen, was die Kirchen und die Christen den Menschen in und um Crivitz bieten.“ Mit diesen Worten begrüßte Pastor Martin Krämer von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden die Gäste beim Markt der Möglichkeiten. Rund um die Stadtkirche präsentierten sich diese Gemeinde ebenso wie Katholiken, Mitglieder der evangelischen Freikirche und Vertreter von diakonischen Einrichtungen. Die Palette war groß und dabei noch nicht einmal vollständig. Der evangelische Kindergarten war vertreten, Sozialstation und Tagespflege, Freizeitangebote für Jugendliche, der Posaunenchor stellte seine 90-jährige Geschichte vor...

Doch nicht dieses Jubiläum war der Anlass für den ersten Stadtkirchentag von Crivitz. Die drei Kirchgemeinden wollten im Festjahr zu 500 Jahren Reformation ein Zeichen für das Miteinander im Glauben an Gott und im Handeln für die Menschen setzen. „Wir wollen uns auf die Unterschiede einlassen und das Gemeinsame stärken“, sagt Babett Pirl, zweite Vorsitzende des evangelisch-lutherischen Kirchengemeinderates. Peter Zierke von der katholischen Gemeinde und Uwe Windisch von der Freikirche betonten, dass es für ihre Gemeinden gar keine Frage war, hier mitzumachen und die eigenen Häuser für die Gemeinschaftsaktion zu öffnen. Die Andacht zu Eröffnung fand so am Freitag bei der Freikirche auf dem Weinberg statt. Abseits des Markttreibens gab es am Sonnabend Führungen durch die heute evangelische Stadtkirche und die katholische Thomaskirche. Andrea Franiel öffnete den Gästen dabei die Augen für Besonderheiten in der Stadtkirche. Das übergroße Porträt von Martin Luther im Turmraum beispielsweise ist nicht zu übersehen. „Das kam von 150 Jahren zum damaligen Reformationsjubiläum in die Stadt“, berichtete Franiel. Crivitzer Handwerker ließen eine Kopie des Cranachbildes anfertigen. Seit der Renovierung der Turmraumes um die Jahrtausendwende hängt es dort. Am Wochenende war quasi zu den Füßen Luthers eine Ausstellung mit 40 Bibeln und Gesangsbüchern zu sehen. Die beiden Altarbibeln aus der Stadtkirche waren darunter, aber vor allem private Leihgaben. Martin Luther ist übrigens noch ein zweites Mal in der Kirche zu finden: Als Fresko an der Südwand des Kirchenschiffes. Darunter steht auf Latein ein für das (damalige) Papsttum wenig freundlicher Spruch. Luther war zudem am Sonnabend live zu erleben: Die Gitarrengruppe und Christenlehre-Kinder führten ein Musical über den Reformator auf.

Ein Festgottesdienst am Sonntag und am Abend ein Konzert mit dem eigens gebildeten Projektchor plus dem Posaunenchor bildeten die Schlusspunkte des Stadtkirchentages.

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