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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 16:13 Uhr

Nujahrsempfang : Crivitz dankt dem Altbürgermeister

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ulrich Güßmann führte 20 Jahre lang die Geschicke der Stadt – zum Neujahrsempfang trug er sich ins Ehrenbuch ein

von
erstellt am 18.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Die Pausenhalle der Regionalen Schule war dieses Mal zu klein: Um die 160 Gäste hatten sich zum Neujahrsempfang der Stadt Crivitz angemeldet. Kurzerhand wurde dieser daher in die benachbarte Turnhalle verlegt. Vor dieser großen Kulisse mit Frauen und Männern, die sich auf vielfältige Weise für Crivitz und Umgebung engagieren, ging ein besonderer Dank an Ulrich Güßmann. Schließlich prägte der inzwischen 70-Jährige über Jahrzehnte die Geschicke der Stadt mit, 20 Jahre lang stand er als ehrenamtlicher Bürgermeister an der Spitze der Stadtvertretung. Im vergangenen Mai verlor Güßmann die Direktwahl um das Bürgermeisteramt an Britta Brusch-Gamm. „Auch für mich etwas überraschend“, wie die neue Bürgermeisterin beim Rückblick auf 2014 betonte.

Noch weiter zurück auf für Crivitz wichtige Ereignisse schaute Paul Freitag: Er hielt bei Neujahresempfang die Laudatio auf Ulrich Güßmann. Als Mitschüler Freund, Nachbar, Stadtvertreter und erster Stellvertreter des Bürgermeisters gehört Freitag zu den engsten Weggefährten Güßmanns.

Dass die Stadt Crivitz heute eine so gute Infrastruktur aufweisen kann, sei den Weichenstellungen gleich nach der Wende zu verdanken, betonte Paul Freitag. Unvergessen seien die Demonstrationen und Bürgerversammlungen für den Bau der Umgehungsstraße. Das Gewerbegebiet an der Parchimer Straße und das Wohngebiet an der Trammer Straße rundeten die Stadtentwicklung ab. Immer wieder galt es, um den Erhalt und für die Modernisierung des Krankenhauses zu kämpfen. Die Klinik ist das Aushängeschild und der größte Arbeitgeber in der Stadt. Auch mit dem Neubau des Gymnasiums am Sonnenberg, der Umgestaltung der Regionalen Schule nebst Sporthalle und der anstehenden Sanierung der Grundschule ist der Name Ulrich Güßmann verbunden. Das und mehr listete Paul Freitag auf. Er vergaß aber auch nicht einer weiteren Person zu danken, die Ulrich Güßmann in all den Jahren bei der Erfüllung zur Seite stand: Dietlind Güßmann. Unzählige Anrufe nahm die Frau des Bürgermeisters entgegen, leitete Fragen und Beschwerden weiter, hörte Dankesworte, aber auch Beschimpfungen. „Der Bürgermeister von Crivitz arbeitet ehrenamtlich, obwohl das ein Vollzeit-Job ist“, betonte Paul Freitag. „Ulrich Güßmann hat ihn 20 Jahre lang erfolgreich ausgeführt – auch dank der Frau an seiner Seite.“

Güßmann selbst zog den Kreis der Unterstützer weiter: Stadtvertreter, Mitarbeiter der Stadt und des Amtes, Unternehmer und die ehrenamtlich Aktiven – zum Wohle von Crivitz bedarf es vieler Helfer. Dieses Miteinander sei unverzichtbar. Zugleich müssen die neuen Stadtvertreter Prioritäten setzen, damit die Entwicklung der Stadt weitergehen kann, empfahl Güßmann.

Britta Brusch-Gamm machte deutlich, dass diese Maxime in der neue Stadtvertretung angewendet wird. Oberste Priorität haben derzeit der Neubau einer Kindertagesstätte in der Neustadt sowie die Sanierung der Grundschule. Auch wenn beide Großprojekte die Finanzen über lange Zeit belasten werden, seien sie machbar, weil die Stadt noch über Rücklagen verfügt, so Brusch-Gamm. Zugleich besteht Sparzwang. Denn die knapp 5000 Einwohner zählende Stadt schafft es nicht mehr, ihre Ausgaben aus den Einnahmen zu decken. Zumal wegen der Einführung der doppischen Haushaltsführung nun strengere Regeln gelten. Dass es dennoch solche Höhepunkte wie den Neujahrsempfang geben kann, ist der Mithilfe der Bürger und der Unterstützung durch Vereine und Firmen zu verdanken, so Brusch-Gamm.

 

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