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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 17:55 Uhr

Wirtschaft im Blick : Couchgarnitur nach Maß

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Familienunternehmen Josch Polstermöbel in Schwerin-Süd fertigt noch selbst Sofas und Sessel an und arbeitet alte Stücke wieder auf

von
erstellt am 14.Dez.2014 | 23:55 Uhr

Ja, es gibt ihn in Schwerin noch, den Beruf des Tapezierers. Mit Tapeten und Malern hat der allerdings nichts zu tun: Es geht um Möbel, genauer gesagt um Polstermöbel. Ein Tapezierer fertigt Polstermöbel an, repariert diese und arbeitet alte Stücke auch wieder auf. Diesen besonderen Service bietet die Firma Josch Polstermöbel in Süd.

Thomas Schulz leitet in zweiter Generation das Familienunternehmen in der Rudolf-Diesel-Straße. Die direkte Nähe zum Giganten Kabs stört ihn nicht. „Ein Möbelstück ist doch kein Brot, das man überall kaufen kann. Die Leute schauen sich schon sehr genau um, bevor sie sich zum Kauf einer Couchgarnitur oder eines Bettes entscheiden, suchen Ideen, wollen probieren. Und genau da können wir unsere Stärken ausspielen“, sagt Schulz. Nämlich die Individualität. „Wir bauen einen Großteil unserer Möbel selbst und können deshalb haargenau auf die Kundenwünsche eingehen“, betont der Chef, der auch selbst noch Hand anlegen kann in den verschiedenen Bereichen seines Betriebes. Und Sonderanfertigungen sind gefragt. „Viele Hausbesitzer haben in den vergangenen Jahren die Dachgeschosse ausgebaut. Da passt nicht jedes Möbelstück rein“, weiß er aus langer Erfahrung. Schon oft sei er um Hilfe gebeten worden, weil Kunden ihre im Großmarkt bestellten Stücke nicht ins Haus oder ins Zimmer bekommen hätten. „Wenn Kunden bei uns bestellen, schauen wir uns die Gegebenheiten vor Ort genau an und bauen die Möbel entsprechend.“

Leichte Arbeit ist das indes nicht. „Da muss man schon ordentlich zupacken können“, sagt Lehrling Hannes Nietschke. Der 18-Jährige erlernt bei Josch den Beruf des Polsterers. „Wir bilden seit Jahren selbst aus“, sagt Firmenchef Thomas Schulz. Der Reiz des Berufes liege in der Vielseitigkeit. Jeden Tag gäbe es neue Herausforderungen. Denn das Arbeitsfeld der Firma sei sehr breit. Josch bietet Polstermöbel aus eigener Produktion wie Couchgarnituren und Sessel, Polsterbetten und Liegen, aber auch Stühle und vieles mehr bis hin zu Kindersesseln und Hundesofas. Gern werden individuelle Großaufträge ausgeführt für Hotels, Gaststätten, Ferienwohnungen oder Pensionen. „Wir haben zum Beispiel im Radison Hotel in Hamburg eine rund 30 Meter lange Sitzbank gebaut oder ein riesiges U für eine Messehalle in Bayern“, erzählt der Geschäftsführer und Firmeninhaber.

Im Angebot hat er zudem Polstermöbel vieler verschiedener Hersteller, die auf 600 Quadratmeter Verkaufsfläche in der Rudolf-Diesel-Straße 4 präsentiert werden.

Zu den Spezialitäten des Familienunternehmens gehört die Reparatur von Polstermöbeln aller Art. Das reicht bis hin zu Sitzpolstern für Boote, Autos, Wohnwagen und Oldtimern.

„Wir beraten gern und können fast immer helfen“, versichert der 44-jährige Firmenchef, dem der Spaß an seiner Arbeit anzusehen ist. Dieser Optimismus habe das 1991 gegründete Unternehmen immer getragen, sagt er rückblickend und erinnert sich an die schweren Jahre des Neustarts, als das Firmengebäude Mitte der 1990er-Jahre abgebrannt war. Doch das sei lange her und auch das zurückliegende schwierige Jahr, als die Brücke vor dem Firmensitz erneuert wurde, habe man relativ gut überstanden, denn „gute Polstermöbel werden immer gebraucht“, sagt Thomas Schulz.

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