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Weihnachtszirkus : Clown Giuseppe zeigt Leidenschaft für die Manege

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zirkus entführt heute ein letztes Mal in die Weihnachtszeit

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Im Weihnachtszirkus auf dem Festplatz in Krebsförden heißt es heute um 15 Uhr zum vorläufig letzten Mal: „Manege frei“. Unter den rund 15 Artisten, Dompteuren und Clowns gilt vor allem der junge Giuseppe als neuer Stern am Zirkushimmel. Er erobert mit so manchem Sketch die Herzen der Zirkusbesucher und strapaziert deren Lachmuskeln. Der 16-Jährige stammt aus einer Zirkusfamilie und merkte sehr schnell, dass ihm die rote Nase steht und er zudem ein besonderes Clowns-Talent besitzt. Das zeigt sich, wenn aus Gino Huppertz nach eineinhalb Stunden in der Maske zum Clown Giuseppe geworden ist. Mit seinen Kollegen, dem 21-jährigen Charly alias Joschi Frank und dem fünfjährigen Edwin alias Chistiano, sorgt er zwischen den Artistik- und Tiervorführungen für gute Stimmung im Zirkuszelt und holt auch schon mal den ein oder anderen Zuschauer in die Manege. „Eigentlich ist Clownsein der erste Schritt ins Zirkusleben, aber ich merkte vor zwei Jahren, dass das genau mein Ding ist“, erzählt der Clown mit den hochtoupierten Haaren. Irgendwann begann er sein eigenes Image zu entwickeln und seine eigene Show auf die Beine zu stellen. Auch seinen Realschulabschluss hat er bereits in der Tasche. Jetzt möchte Gino Huppertz seine Karriere als Clown vorantreiben. Das heißt, dass er in naher Zukunft wohl auch sein Elternhaus verlassen und Engagements in anderen Zirkuszelten annehmen wird.

Neben Giuseppe bereichern auch internationale Artistikgrößen wie „Nico“ aus Las Vegas den Weihnachtszirkus. Zwei Stunden dauert die Vorstellung, bei der ebenso Lamas, Kamele und Pferde ihre Tricks vorführen. Der Vater von Gino ist Ralf Huppertz, der sich 1992 den Traum von einem eigenen Zirkus erfüllt hatte. Er stammt aus keiner Zirkusfamilie, sondern entdeckte seine Liebe zur Manege erst als 18-Jähriger, als er die musikalische Begleitung einer Modenschau in einem Zirkuszelt übernahm. Kurzerhand brach Ralf Huppertz seine Lehre als Bürokaufmann ab und schloss sich als Musiker dem damaligen Zirkus Balay-Orandi an. 1981 lernte er seine Frau Margot Frank kennen. Seine fünf Söhne sind dem Zirkusleben bis heute verhaftet und leben den Traum ihres Vaters weiter. Mit welcher Leidenschaft sie das Zirkusleben verbindet, zeigt Clown Giuseppe heute noch einmal. Nach ihrer letzten Vorstellung werden die 30 Zirkusleute das Zelt abbrechen und im Rostocker Stadthafen wieder aufschlagen.

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