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Alternativen gesucht : City braucht mehr Radparkplätze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt und Center wollen die Situation auf dem Marienplatz entspannen und suchen nach alternativen Stellflächen

von
erstellt am 05.Okt.2014 | 23:54 Uhr

Das Thema Fahrradparken auf dem Marienplatz beschäftigt die Schweriner weiter. Dabei sind, wie die Leserzuschriften zeigen, die Meinungen durchaus geteilt. Unstrittig ist jedoch, dass mehr Abstellmöglichkeiten her müssen. Aber wie lässt sich das Problem lösen? Vorschläge haben SVZ-Leser schon viele unterbreitet. Sie reichen von mehr Fahrradparkplätzen in den unmittelbar angrenzenden Straßen wie der Helenenstraße oder der Wittenburger Straße bis hin zu speziellen Stellflächen in den großen Centern.

Doch wie realistisch ist das? Christian Krause, Centermanager der Marienplatzgalerie, weiß, dass der Bedarf an Fahrradstellplätzen im Zentrum groß ist und wahrscheinlich noch zunimmt. Die Tiefgarage seines Centers jedoch sei nicht geeignet als Radparkplatz. „Die Zufahrt ist zu steil und deshalb für Radfahrer kaum zu bewältigen. Auch sicherheitstechnisch ist die Einfahrt von der Martinstraße aus schwierig. Deshalb wären aus meiner Sicht mehr Stellplätze auf dem Platz selbst oder in unmittelbarer Nähe notwendig. Da es auch um unsere Kunden geht, sind wir gern bereit, uns an sinnvollen Lösungen auch finanziell zu beteiligen“, versichert Krause. Das habe sich bereits an anderen Standorten bewährt.

Auch Klaus Banner, Manager des Schlosspark Centers, kennt das Problem. Er verweist zunächst darauf, dass die Mitarbeiter der Geschäfte in seinem Center die Lagerräume der jeweiligen Läden als Fahrradabstellmöglichkeit nutzen. Angesichts des nur geringen zur Verfügung stehenden Parkraumes direkt auf dem Marienplatz favorisiert er Lösungen, die sich in anderen Städten wie etwa Münster bewährt hätten: vollautomatische Fahrrad-Parkhäuser. Der Radler gibt sein Bike ab und bekommt einen Chip. Mit diesem fordert er sein Rad zurück und bezahlt je nach Parkdauer eine Gebühr. „Betreiber ist die Kommune, die auch die Errichtung solcher Anlagen finanziert“, erklärt Banner.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, selbst Radfahrerin, kennt aus eigener Erfahrung das Problem begrenzter Fahradabstellmöglichkeiten im Zentrum. Sie findet die Anregungen interessant, vor allem Krauses Vorschlag, gemeinsam Lösungen zu suchen und auch zu finanzieren. Sie betont, dass die Ästhetik des Marienplatzes gewahrt bleiben müsse. Deshalb seien zusätzliche Abstellmöglichkeiten in den angrenzenden Straßen eine realistische Alternative. „Das werden unsere zuständigen Mitarbeiter jetzt sehr gewissenhaft prüfen“, versichert sie.

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