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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 13:19 Uhr

Landesbibliothek zeigt : Christian Genschow und Mangas

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verein Mecklenburgica unterstützt die Landesbibliothek mit Ausstellungen, Forschungen und Publikationen

svz.de von
erstellt am 23.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Jeder Schwerin-Besucher bestaunt die eindrucksvollen Skulpturen am und im Schloss. Schon an der Hauptbrücke nehmen die beiden überlebensgroßen Rossbändiger die Betrachter in Beschlag. Dann fällt der Blick auf das Reiterstandbild von Niklot, dem Obotritenfürsten, in der Kuppel über dem Hauptportal des Schlosses. Gefertigt hat diese und viele weitere Skulpturen am und im Schloss der Bildhauer Christian Friedrich Genschow. Ihm widmete die Landesbibliothek anlässlich seines 200. Geburtstages eine Sonderausstellung. Verantwortlich dafür zeichnete der Förderverein der Landesbibliothek Mecklenburgica. Er erarbeitete auch wegen der großen Resonanz der Genschow-Ausstellung eine Wander-Variante. Derzeit sind die 17 Schautafeln in der Galerie der Helios-Kliniken auf dem Lewenberg zu sehen, danach in Lübz und Rostock.

„Dies ist aber nur ein Beispiel unserer Aktivitäten“, sagt Dr. Bernd Schattinger, der Vorsitzende der Mecklenburgica. Gegründet hatte sich der Verein im Jahre 1993 mit dem Hauptziel, die räumliche Unterbringung der Landesbibliothek zu verbessern. Sie befand sich damals sehr beengt über dem Kreuzgang des Domes. „Das Ziel haben wir gut zehn Jahre später erreicht. 2004 konnte die Bibliothek ihre neuen Räume auf dem Artillerieberg in der Johannes-Stelling-Straße 29 beziehen“, erinnert sich Schattinger. Seither gehe es den Mitgliedern der Gesellschaft darum, die Landesbibliothek auf vielfältige Weise zu unterstützen – beispielsweise bei der Restaurierung von Musikinstrumenten, wertvollen Drucken und Handschriften, der Digitalisierung von Altbeständen, der Erfassung von Nachlässen.

„Außerdem wollen wir ihre öffentliche Wahrnehmung verbessern“, erläutert der Vereinschef. Dazu werden Lesungen, Vorträge, Buchpräsentationen und Ausstellungen organisiert und auch publiziert. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Ende vergangenen Jahres die Manga-Schau von Jennifer Heß. Die erfolgreiche Illustratorin und Manga-Künstlerin mit Schweriner Wurzeln legt in ihren Werken besonderen Wert darauf, die Landeshauptstadt und Mecklenburg-Vorpommern in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. „Diese Exposition hat übrigens eine sehr wichtige Facette unserer Arbeit gezeigt: Wir reflektieren keineswegs nur Geschichte, sondern sind auch in der Gegenwart zu Hause.“

In diesem Jahr sind zwei Ausstellungen zu zeitgenössischen Mecklenburger Künstlern geplant: Am 3. März wird eine Sonderschau zum Werk des Malers Harry Horn eröffnet, im Mai soll der Naturfotograf Wolf Spillner gewürdigt werden. Ein weiteres Forschungs- und Ausstellungsprojekt der Mecklenburgica beschäftigt sich mit dem Dichter, Journalisten und Demokraten Adolf Glaßbrenner, insbesondere mit seiner Neustrelitzer Zeit und der Revolution 1848/49. Im Mittelpunkt werde sein Gedicht zur „Allerhöchsten Logik“ aus den „Verbotenen Liedern“ von 1844 stehen, kündigt Dr. Schattinger an. Zu den vier Strophen werden 30 zeitgenössische Kunstschaffende des Landes in Künstlerbüchern Position beziehen. „Diese wollen wir im vierten Quartal ausstellen.“

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