Schweriner reagieren auf Anschläge : Center sorgen für mehr Sicherheit

Aufmerksamer Blick: Im Schlosspark-Center wurden schon seit Herbst 2015 die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.
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Aufmerksamer Blick: Im Schlosspark-Center wurden schon seit Herbst 2015 die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Zusätzliches Wachpersonal, enge Zusammenarbeit mit der Polizei: Schweriner Einkaufszentren reagieren auf jüngste Anschläge

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05. August 2016, 21:00 Uhr

Der Amoklauf in einem Münchner Einkaufszentrum, die Anschläge von Ansbach und Würzburg – die Verunsicherung auch bei vielen Schwerinern ist weiterhin groß. Und so mancher stellt sich bei einer Shopping-Tour die bange Frage: Wie ist es eigentlich um die Sicherheit in den Schweriner Einkaufscentern bestellt? Eine SVZ-Umfrage ergab: Die Center haben reagiert, die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Details freilich möchte niemand nennen – aus Sicherheitsgründen.

„Die Sicherheit unserer Besucher, Mieter und Mitarbeiter hat für uns schon immer hohe Priorität. Wir stehen diesbezüglich auch im regelmäßigen Austausch mit den zuständigen Behörden“, sagt Yvonne Paßgang von der ECE-Gruppe, zu der das Schlosspark-Center gehört. Bereits seit Herbst vergangenen Jahres seien Vorkehrungen für mehr Sicherheit getroffen worden. In den ersten Tagen nach dem Amoklauf hätten dennoch vorsorglich noch einmal zusätzliche Leute das Wachpersonal verstärkt, so Paßgang. Das Schlosspark-Center nutze beim Thema Sicherheit auch die Erfahrungen anderer Center. „Die Mieter sind in unsere Sicherheitskonzepte mit einbezogen und wissen, dass wir professionell reagieren können“, betont die ECE-Sprecherin. Durch die Präsenz der Wachleute und auch des weiteren Center-Personals in der Ladenstraße hätten außerdem die Kunden immer Ansprechpartner in ihrer Nähe.

„100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagt der Manager der Marienplatz-Galerie, Henner Schacht. Doch auch im Center auf der anderen Seite des Marienplatzes wird dem Thema Sicherheit nach den jüngsten Ereignissen in Deutschland und der Welt noch mehr Bedeutung eingeräumt. „Die Sicherheitsbehörden sind dabei unsere wichtigsten Ratgeber“, so Schacht. Ja, die Kunden seien sensibler geworden, schauten öfter nach links und nach rechts, würden sich aber vom Einkaufsbummel nicht abhalten lassen. Für den Manager der Marienplatz-Galerie beginnt das Thema Sicherheit auch nicht erst im Center. „Ich halte eine Videoüberwachung des Marienplatzes für richtig“, sagt er. Damit stellt sich Schacht klar hinter eine Forderung von Innenminister Lorenz Caffier.

Das Sicherheitskonzept an die neuen Herausforderungen angepasst hat auch das Sieben Seen Center in Krebsförden. „Wir haben das Thema Sicherheit immer schon ernst genommen und arbeiten sehr eng mit der Schweriner Polizei zusammen“, sagt Barbara Surrey vom MEC Metro-ECE-Centermanagement.


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