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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 12:50 Uhr

Kultur in Schwerin : Campus wird Kunstzentrum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jutta Görner und Matthias Bargholz eröffnen Ausstellungen in den SWS-Schulen am Ziegelsee

von
erstellt am 10.Jan.2017 | 08:00 Uhr

„Wir freuen uns sehr, dass wir ein Stück weit als Stadtteilzentrum wahrgenommen werden“, sagt Dr. Barbara Dieckmann, Inhaberin der SWS-Schulen im Campus am Ziegelsee. Zahlreiche Anwohner nutzen täglich den Mittagstisch der Mensa und durch interessante Ausstellungen würden zusätzliche Anziehungspunkte gesetzt.

„Es ist bemerkenswert, was Dr. Dieckmann hier für die Öffentlichkeit organisiert“, sagte der Vorsitzende des Bildungsausschusses, Stadtvertreter Eberhard Hoppe, bei der Eröffnung der neuen Doppelausstellung. Im Foyer stellt Jutta Görner ihre „Malwerke“ vor, im Obergeschoss zeigt Matthias Bargholz seine neuen Clown-Bilder.

Es sind zwei Expositionen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Matthias Bargholz, kurz MBargho, ist studierter Maler und Grafiker, seit vielen Jahren freischaffend tätig und stellte bereits zweimal im Campus aus. „Die Meldung vom Tod der russischen Clown-Legende Oleg Popow hat mich inspiriert, mich etwas intensiver mit dem Thema Clown zu beschäftigen“, erzählt Bargholz. Entstanden sind zahlreiche Ölgemälde, die unterschiedliche Stimmungen und Blickwinkel des Malers widerspiegeln. Ein Dutzend davon hat er für die Präsentation im Campus ausgewählt.

Ganz anders wirken die Bilder von Jutta Görner. Sie bestechen zwar mit der gleichen intensiven Farbigkeit, doch unterscheiden sie sich durch die Form erheblich von klassischen Ausstellungsobjekten: ungerahmt, leicht gebogen, zum Teil aus mehreren Blättern zusammengesetzt. Da hatten so manche Besucher der Vernissage Erklärungsbedarf. Und Jutta Görner, studierte Kunst- und Bio-Lehrerin, zertifizierte Farbberaterin und Yoga-Anleiterin, erläuterte gern ihre Intentionen zu den Bildern: „Ich betrachte sie eher als Mal-Werke, nicht als Kunst-Werke. Denn für mich steht der Prozess des Malens im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Das Malen ist das Schöne, es schafft Lebensfreude und hilft, sich selbst zu entdecken. Dieses Gefühl möchte ich gern weitergeben und andere Menschen anregen, das Malen für sich zu entdecken“, sagt Jutta Görner. Damit es Neulingen leichter fällt, der Spontanität und Kreativität, den eigenen Gefühlen freien Lauf zu lassen, will sie Malkurse in Verbindung mit Yoga anbieten, kombinierte Workshops also.

„Ich lasse mich von meinen Gefühlen und Stimmungen führen, ich bin im Malprozess nur Zuschauer“, sagt Görner. „Denn der Prozess ist das Erlebnis.“ Die entstandenen Bilder – ob gegenständlich oder abstrakt – seien sozusagen „Schweißtropfen in Farbe“.

Die Doppelausstellung im Campus am Ziegelsee ist kostenlos zu besichtigen. Geöffnet ist sie zu normalen Schulzeiten.

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