Fahrplanwechsel : Busse steuern Göhrener Tannen an

Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt: Die Vorwürfe gegen ihn sind noch nicht ausgeräumt.
Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt: Die Vorwürfe gegen ihn sind noch nicht ausgeräumt.

Fahrplanwechsel zum Jahreswechsel: Industriepark angebunden, mehr Fahrten nach Stern Buchholz, Linie 6 endet künftig in Mueß

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20. November 2015, 16:14 Uhr

Der Schweriner Nahverkehr beginnt das neue Jahr mit einem neuen Fahrplan. Wichtigste Änderungen: Busse fahren vom 1. Januar an auch zum Industriegebiet Göhrener Tannen, auf der Linie 9 nach Stern Buchholz gibt es mehr Touren und auf der umstrittenen Linie 7 nach Krebsförden verkehrt jede zweite Fahrt nun über die Hagenower Straße mit Haltestelle Technologiezentrum.

Ein Fahrplanwechsel zum Jahreswechsel sei normalerweise nicht üblich, sagt der Geschäftsführer des Schweriner Nahverkehr, Norbert Klatt. Weil ein Teil der Buslinien vom neuen Jahr an aber nicht mehr wie bisher in die umliegenden Landkreise fahren könne, habe sich der Nahverkehr entschieden, den Fahrplan gleich auch noch an anderen Stellen anzupassen.

Stichwort Landkreis: Fahrgäste aus Pinnow und Raben Steinfeld werden künftig vom Verkehrsbetrieb des Landkreises Ludwigslust-Parchim befördert. Die Linie 6 endet deshalb künftig in Mueß. „Am Parkplatz an der ehemaligen Fähre entsteht als Endpunkt eine neue Haltestelle ,Mueß-Ausbau‘. Die bisherige Haltestelle mit diesem Namen wird in ,Zum Reppin‘ umbenannt“, erläutert Klatt. Auf der Linie 12, die ebenfalls in den Landkreis Ludwigslust-Parchim führe, werde Wittenförden auch im kommenden Jahr angefahren. Zur besseren Anbindung an die Innenstand beginne die Linie während der Bauarbeiten in der Wittenburger Straße am Hauptbahnhof, so der Nahverkehrs-Chef.

Die Buslinie 8 soll nach dem Willen des Nahverkehrs nach wie vor bis nach Lübstorf fahren, obwohl der Nordwest-Kreis die Strecke mit dem eigenen Verkehrsunternehmen bedienen möchte. „Wir bemühen uns beim zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr um eine Konzession, die es uns ermöglicht, weiterhin in den Landkreis hineinzufahren“, sagt Klatt. Eine Beförderung von Fahrgästen nur im Landkreis, also etwa von Seehof nach Lübstorf, werde aber nicht mehr möglich sein. Ansteuern wolle der Nahverkehr auch künftig Pingelshagen auf der Linie 18, so der Geschäftsführer. Eine entsprechende Konzession sei ebenfalls beantragt.

Mit der Einführung der Linie 20, die – zunächst im Probebetrieb – von der Von-Stauffenberg-Straße aus das Industriegebiet Göhrener Tannen anbinde, erfülle der Nahverkehr die Bitte von Unternehmen vor Ort, beachte bei den Fahrzeiten auch den Schichtbetrieb, betont Klatt. Firmen würden sich an der Finanzierung des Angebotes beteiligen.

Auf den Wunsch von Bürgern geht der Nahverkehr bei der Einrichtung zusätzlicher Fahrten nach Stern Buchholz ein. Nach der Eröffnung der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge auf dem ehemaligen Kasernengelände im Ortsteil hatte sich das Fahrgastaufkommen auf der Linie 9 zu bestimmten Zeiten deutlich erhöht.

Schließlich: die Linie 7. Um die Anwohner in der Gartenstadt vom Busverkehr zu entlasten, testet der Nahverkehr nun bei jeder zweiten Fahrt die Variante mit der Haltestelle am TGZ. „Wir müssen sehen, wie die Fahrgäste auf diese Veränderung reagieren“, sagt der Geschäftsführer.

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