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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 15:23 Uhr

Nahverkehr : Buslinie 14 sorgt für Unmut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-, doch dieser sieht nur Vorteile für die Schweriner

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 12:00 Uhr

Die Betriebstemperatur mancher Schweriner läuft derzeit auf höchster Stufe. Der Grund: Die Buslinie 14 soll ab 2016 geändert werden. „Mit Schrecken mussten wir die Ankündigung vom Nahverkehr lesen“ beschwert sich ein SVZ-Leser. Denn: Die Buslinie endet künftig am Hauptbahnhof und nicht mehr an der Jugendherberge (SVZ berichtete).

„Das ist aber nur vorübergehend. Auf Grund der Baustelle in der Wittenburger Straße, fährt die Linie 14 erst einmal bis zum Hauptbahnhof“, sagt Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt. Danach soll der Bus von Lankow-Siedlung bis zum Marienplatz fahren. Doch die Bewohner von Lankow und Neumühle hätten bis dahin keine direkte Anbindung mehr zum Marienplatz, erklärt der Schweriner. Er habe sieben Kinder. Und bei der Auswahl der Schulen habe er stets auch auf eine gute direkte Anbindung per Nahverkehr geachtet, um einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Doch jetzt müssten die Kinder am Hauptbahnhof von der Linie 14 in die 8 umsteigen, um zur Schule zu kommen. Das sei eine Verschlechterung und nicht nachvollziehbar. Offenbar sei es wichtiger, die aus Lübstorf und Seehof kommenden Busse der Linie 8 durchfahren zu lassen statt die innerstädtischen.

Auch Anke Pott findet es ein Unding: „Der Nahverkehr soll für uns Schweriner da sein, nicht für die Nordwestmecklenburger.“

Die Aufregung verstehe Norbert Klatt nicht. „Zunächst einmal haben wir die Schweriner früh genug informiert, schon im April stand es in der Zeitung“, so der Nahverkehrschef. Außerdem sei es eine Verbesserung für die meisten Schweriner. „Die Linie 14 fährt dann alle 30 Minuten, in den Spitzenzeiten sogar alle 15 Minuten – 44-Mal am Tag in eine Richtung“, erklärt Klatt. Jetzt fahre die Linie 42-Mal. In den Großstädten sei es Alltag die Knotenpunkte anzufahren und dort umzusteigen. Und genau das mache der Nahverkehr auch.

„Unser sechstes Kind wurde in diesem Schuljahr in der Katholischen Grundschule Niels Stensen eingeschult und konnte eigenständig auf dem direkten Wege zwischen unserem Wohngebiet zur Schule hin- und wieder zurück gelangen“, so der Schweriner. Doch bald müsse sein Sohn mal in der 14 sitzen bleiben, weil sie durchfährt und am Hauptbahnhof zur 8 wird, mal müsse er dann aussteigen und auf die 8 warten. „Ebenfalls halte ich es für absolut gefährlich, dass eine Buslinie 8 mal in Richtung Lübstorf, mal nach Lankow – umbenannt als Linie 14 – und mal nach Wittenförden als Linie 12 weitergeführt werden soll“, so der aufgebrachte Familienvater.

Gerade diese Neuerungen sieht der Nahverkehrschef als Pluspunkte. Für die Fahrgäste, die an einem der Knotenpunkte umsteigen müssen, seien die Anschlüsse optimiert worden – „sie müssen nur ein paar Minuten warten“. Außerdem sei er der Meinung, dass Kinder zur Selbstständigkeit erzogen werden müssen: „Die Kinder schaffen das – genau wie in anderen Städten auch, ich bin mir sicher.“

 

 

 

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