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Weihnachtsprogramm der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin : Bunter Teller Vorfreude up Platt

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Es ist schon Tradition, dass die Künstler der Fritz-Reuter Bühne alljährlich ihr Publikum mit einem heiter-besinnlichen Programm aus plattdeutschen Liedern und Texten auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen.

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erstellt am 05.Dez.2011 | 05:33 Uhr

Schwerin | Es ist schon Tradition, dass die Künstler der Fritz-Reuter Bühne alljährlich im Advent ihr Publikum mit einem heiter-besinnlichen Programm aus plattdeutschen Liedern und Texten auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen.

"Hell ward dat in uns Stuben" - unter diesem Titel hat Manfred Brümmer das diesjährige - nunmehr 15. - vorweihnachtliche Programm zusammengestellt, das am Sonnabend im gut besetzten Konzertfoyer des Mecklenburgischen Staatstheaters seine Premiere hatte. Das fünfköpfige Ensemble - Arja Sharma, Ulrike Stern, Andreas Auer, Knut Fiete Degner und Jens Tramsen hatte - am Flügel begleitet von Thomas Möckel, keine Mühe, sein Publikum mit hereinzunehmen in die bunte Mischung von ins Niederdeutsche übertragenen Weihnachtklassikern. Ob das ursprünglich aus Tirol stammende und von Manfred Brümmer übersetzte "Nu ward dat all düster", das schöne alte westfälische Volkslied "O Tannenbaum Du bist ein grünes Reis", das zum "greunen Twieg" wird, oder das übermütige "Fröhliche Wiehnachten steiht vör de Dör", Liedern im Stil des Berliner Couplets "Ick bün dat ganze Johr de Wiehnachtsmann" (Knut Fiete Degner) oder Jazzigem von Andreas Auer, der zur Melodie eines amerikanischen Christmas-Klassikers den "Wiehnachtsmann vör de Dör" stehen lässt.

Das Ganze garniert mit besinnlichen Geschichten, wie der von Andreas Auer vorgetragenen "Lüttenwiehnacht" auf Rügen, und Gedichten. Man kann auch was lernen, zum Beispiel warum die Tanne eigentlich Nadeln hat - das erzählt uns Jens Tramsen; warum der Schnee weiß ist und warum man über Leute, die ihre Pfeffernüsse in den Kaffee stippen, nicht lästern soll.

Arja Sharma singt schwedisch und wünscht sich obendrein den Max von nebenan als Weihnachtsmann, während Ulrike Stern sich mit einen Dackel zufriedengibt. Jens Tramsen sinniert, wem alles er wohl was schenken muss, und sich damit tröstet, dass es den anderen auch nicht besser geht.

Ein richtig bunter Teller adventlicher Vorfreude also, auf dem sozusagen als Marzipanbrot auch noch Rudolf Tarnows Läuschen "De Wiehnachtsprädigt" mit Jens Tramsen as de Preister zu aller Gaudium von einem wie immer von Christiane Möckel auch gesanglich topfit gemachten Ensemble höchst gut gelaunt serviert wird. Die gute Laune sprang schnell aufs Publikum über, und so gab’s sehr reichlich Beifall.

Übrigens, wer keine Gelegenheit hat, eine der Vorstellungen dieses Programms im Konzertfoyer des Theaters zu besuchen, dem kann geholfen werden: Die Reuter-Bühne hat nämlich gemeinsam mit dem NDR und TENNENMANN media eine CD (ISBN 978-3-941425-14-5) herausgebracht, die die schönsten Stücke aus den letzten drei Weihnachtsprogrammen enthält. Und auch wer "Hell ward dat ins uns Stuben" im Theater miterlebt hat, kann sich mittels dieser CD vieles noch einmal in aller Ruhe zu Hause anhören und im hübsch gemachten Booklet auch die plattdeutschen Texte nachlesen.

Nächste Vorstellungen: 7., 15., 19. und 22. Dezember jeweils 19.30 Uhr sowie 19. Dezember 16 Uhr, im Konzertfoyer des Theaters Schwerin

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