Schwul-lesbische Kulturwoche in Schwerin : Bunte Feste für Toleranz im Job

<strong>Schrille Kostüme verspricht</strong> der Umzug durch Schwerin am 7. Juli. <foto>Foto: CSD</foto>
Schrille Kostüme verspricht der Umzug durch Schwerin am 7. Juli. Foto: CSD

Von Freitag bis zum 7. Juli findet die 6. CSD-Kulturwoche in Schwerin statt, deren Höhepunkt am 7. Juli der Christopher Street Day (CSD) sein wird. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Erwin Sellering, übernommen.

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28. Juni 2012, 07:06 Uhr

Schwerin | Von heute bis 7. Juli findet die 6. CSD-Kulturwoche in Schwerin statt, deren Höhepunkt am 7. Juli der Christopher Street Day (CSD) sein wird. Die Schirmherrschaft hat Ministerpräsident Erwin Sellering, übernommen.

Mit dem Motto "Queer @ Work - Arbeit sucht Vielfalt" rückt der CSD Schwerin die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen im Berufsalltag in den Mittelpunkt. Ist Homosexualität ein Thema für den Arbeitsplatz? Im beruflichen Alltag spielen Aspekte des Privatlebens eine selbstverständliche Rolle. Besonders zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen gelten am Arbeitsplatz jedoch Restriktionen. Studien haben gezeigt, dass 52 Prozent der Lesben und Schwulen ihre homosexuelle Identität - und damit einen wichtigen Bestandteil ihrer Persönlichkeit - am Arbeitsplatz verschweigen. Der CSD Schwerin will für die Probleme von Lesben und Schwulen am Arbeitsplatz sensibilisieren und für Lösungsansätze plädieren, die zu mehr Offenheit und Akzeptanz sowie zum Abbau von Diskriminierungen führen können. Es sollen Chancen aufgezeigt werden, die ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld nicht nur für Lesben und Schwule, sondern ebenfalls für die Unternehmen bietet.

Während der CSD-Kulturwoche wird eine Vielfalt an Veranstaltungen angeboten. Im wahrsten Sinne des Wortes öffnet sich der Vorhang für die Schwul-Lesbischen Filmtage im Schweriner Kino Capitol, beim Filmabend "Unter Männern - Schwul in der DDR" im Kino im Filmbüro Wismar und bei "Beautiful Thing" im Mecklenburgischen Landestheater Parchim. Auch Buchliebhaber kommen bei zwei Lesungen auf ihre Kosten. So bietet die Kulturwoche für jeden Geschmack etwas. Eröffnet wird die CSD-Kulturwoche heute mit dem Hissen der Regenbogenfahne vor dem Schweriner Rathaus. Während der gesamten Woche weht sie dort als Symbol für Weltoffenheit und Akzeptanz.

Am 7. Juli zieht ab 14 Uhr die bunte und fröhliche CSD-Parade durch die Schweriner Innenstadt: vom Südufer des Pfaffenteichs durch Mecklenburgstraße, Graf-Schack-Allee, über den Alten Garten und weiter über Werderstraße und Schelfstadt zurück zum Pfaffenteich. Im Anschluss beginnt am Südufer des Pfaffenteichs das Straßenfest. Traditionell werden beim CSD die politischen Reden und Diskussionsrunden durch ein umfangreiches Bühnenprogramm begleitet. In diesem Jahr stehen Holger Edmaier, Pit Strehl und Sweet Sugar Swing auf der CSD-Bühne.

Ausgezeichnet mit vielen Kleinkunst- und Kabarettpreisen nimmt Holger Edmaier das Publikum in seinen Liedern mit auf die Achterbahn des Lebens: Da treffen Nachtgestalten, Vampire, Bullen und Heiratsschwindler auf Gogotänzerinnen, Moorleichen, Zahnärzte und Schlagerstars. Zwischen seinen ohrwurmtauglichen Liedern fabuliert Holger Edmaier über das Leben, die Liebe und alles was sonst noch so dazugehört.

Pit Strehl spielt seit seinem 16. Lebensjahr Gitarre und steht auf der Bühne. Seine Songs lassen sich in das Genre Singer and Songwriter stecken, auch Blues und Rockabilly kommen in seinem Repertoire vor. Von ihm gespielte Covers sind breit gefächert und bieten somit garantiert für jeden etwas.

Sweet Sugar Swing - das sind Mary, Annie und Tina, die mit einer spritzigen Show in die unvergessliche Swing-Ära entführen. Die Ladies singen die schönsten Swing-Perlen und Hits aus Boogie Woogie und Rockabilly mit vielem Tanz, Witz und schönen Kostümen.

Moderator des CSD-Straßenfestes ist André Schneider von Ostseewelle.

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