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Das hat die Deutsche Einheit für Schwerin gebracht : Bunte Bildungslandschaft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

27 Jahre Deutsche Einheit – Eltern können jetzt auch Schulen und Kitas in privater Trägerschaft wählen

von
erstellt am 30.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Am nächsten Dienstag jährt sich zum 27. Mal der Tag der Deutschen Einheit. Was hat sie Schwerin und den Schwerinern gebracht? Vieles hat sich verändert oder ist völlig neu hinzugekommen. Wir stellen einige Beispiele aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft vor.

Mit der Wiedervereinigung hatte auch das einheitliche sozialistische Bildungssystem in Schwerin ausgedient. Die Schul- und Kindergartenlandschaft wurde reicher. Private Träger, Vereine und Verbände gründeten Schulen und Kitas. Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt acht Schulen und rund 20 Kitas in freier Trägerschaft.

Zu den privaten Schulen gehört die Ecolea. Die internationale Schule ist bilingual konzipiert, in vielen Fächern wird auf Englisch unterrichtet. Gegründet wurde die Bildungseinrichtung von Dr. Sven T. Olsen, dem Inhaber der Seminarcenter-Gruppe, die in MV und Hamburg mehrere allgemeinbildende, Berufs- und Hochschulen betreibt.

„Ich war gerade mit meinem Studium als Gymnasiallehrer in Hamburg fertig geworden, als die Deutsche Einheit kam“, erzählt Olsen. „Ich ging als Gastdozent nach Mecklenburg und habe am Aufbau des neuen Bildungswesens mitgewirkt. Nachdem ich das eine Weile gemacht hatte, war mir klar: Das kann ich auch allein. Ich habe mich selbstständig gemacht und in Grevesmühlen und Schwerin mit wirtschaftsbezogener Fortbildung begonnen.“ Als das Lübzer Kreiskrankenhaus geschlossen wurde und Dutzende Krankenschwestern entlassen wurden, spezialisierte sich Olsen auf Umschulung in gesundheitsbezogenen Berufen und gründete in Schwerin die berufliche Schule Ecolea. Das lief gut. „Damals war vieles einfacher, unbürokratischer“, sagt der Geschäftsmann, der auch gelernter Kaufmann ist. Olsen eröffnete weitere Standorte, bekam im Jahr 2000 die Akkreditierung für eine Hochschule, das Baltic College. Das führte er bis 2012 und gab dann die Trägerschaft an die Fachhochschule des Mittelstandes ab. „Zwischenzeitlich – im Jahr 2005 – bekam ich die Genehmigung für eine allgemeinbildende Schule mit Gymnasialteil: die Ecolea internationale Schule“, berichtet er. Dort lernen jetzt dreizügig rund 500 Schüler in den Klassen 5 bis 12.

Die Spezialisierung der Schule ist Englisch. „Für authentische Sprachvermittlung sorgen mehr als ein Dutzend Muttersprachler“, betont Dr. Olsen. Preise seiner Schüler bei Sprachwettbewerben belegen den Erfolg. „Wir legen aber auch sehr viel Wert auf Persönlichkeitsentwicklung, haben ein Unterrichtsfach Skills und sind als Schule für Toleranz mit einem Bundeszertifikat geehrt worden“, berichtet er stolz.

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